DJI Ronin RS3 Gimbal – Erster Eindruck

Ich bin nach sehr langer Zeit zum ersten mal fremdgegangen – natürlich nur bei der Auswahl eines Gimbals. Mein Zhiyun Weebill 2 musste nach kurzer Einsatzzeit wieder gehen und stattdessen habe ich das neue DJI RONIN RS3 in der Photoscrubs Familie aufgenommen. Was mich zu dieser Entscheidung bewegt hat und was das neue DJI Ronin RS3 Gimbal so besonders macht, möchte ich euch in diesem Beitrag kurz erklären. Eins Vorweg – Diese Entscheidung war goldrichtige, denn dieser Stabilisator ist fast Perfekt.

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Zahlen, Daten & Fakten

  • Max. Zuladung: 3 kg
  • 1,8″ OLED-Touchscreen
  • Automatische Achsensperren (Auf Knopfdruck werden die Achsen verriegelt)
  • Bluetooth Aufnahmetaste
  • Akku Modell: BHX711-3000-7.2V
    • Typ: 2S
    • Kapazität: 3.000 mAh
    • Energie: 21 Wh
    • Max. Laufzeit: 12 Stunden
    • Ladezeit: Ca. 2,5 Stunden bei Verwendung von 18 W Schnellladung (unterstützt PD-Protokoll)
  • Gewicht: ca. 1,3 kg (inkl. Akkugriff und doppellagiger Schnellwechselplatten)
  • Preis: 549 € (Amazon Link)
  • Combo Variante: Fokusmotor (2022), Stabbefestigungs-Set für Fokusmotor, einen Fokus-Zahnradriemen, einen Aktentaschengriff und einen Transportkoffer für mehr Funktionalität.

Probleme mit Zhiyun Weebill 2

Ich verwende die Zhiyun Gimbals schon seit Jahren. Angefangen mit den Zhiyun Crane+, über den Crane 3 Lab, Weebill s, bis schlussendlich hin zum Weebill 2. Es war immer ein auf und ab mit den Geräten. Crane+ und das Weebill s sind tolle Geräte. Das Weebill s besitze ich immer noch und nutze es als Backup. Crane 3 und das Weebill 2 haben mich im praktischen Einsatz immer wieder etwas enttäuscht. Beim Weebill 2 hatte ich auf meiner letzten Video-Hochzeit das Problem, dass es immer wieder zu leichten „Ruckler“ kam. Ich habe verschiedene Einstellungen ausprobiert und konnte das Problem leider nicht dauerhaft beheben. Auch das die horizontale Achse über die Zeit immer leicht wegdriftet, hat mich an diesem Tag extrem aufgeregt, weswegen ich es direkt danach auch verkauft habe. Es musste was neues (und hoffentlich auch zuverlässigeres) her.

Die Entscheidung zum Wechsel zu DJI RONIN

Ein neues Gimbal musste her aber die Frage war welches? Eins war mir aber von Anfang an klar: Dieses Mal wird es keins von ZHIYUN! Die einzige ernstzunehmende Konkurrenz ist in meinen Augen DJI. Sie haben super viel Erfahrung mit Stabilisierungen und trumpfen immer wieder mit Innovationen auf. Zum damaligen Zeitpunkt meiner Suche gab es das DJI RSC2 und das RS2. Beides gute Gimbals mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Zum Glück musste ich mich damals nicht für eins der beiden entscheiden, denn es kann direkt eine Ankündigung für ein neues RONIN Gimbal. Also lieber warten und sehen was es Neues geben wird 🙂 Bei der Vorstellung wurde ich nicht enttäuscht. Es hat alles was ich mir gewünscht habe und noch mehr. Also direkt bei Amazon für 549 € vorbestellt (Link). Seit ca. 3 Wochen bin ich jetzt stolzer Besitzer des RONIN RS3 und bin begeistert.

Verarbeitung und Qualität

Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten ist top. Das Gimbal besteht aus Aluminium, Kunststoff und Gummi. In meinen Augen sehr ausgewogen, um einen perfekten Kompromiss aus Haptik, Gewicht und Kosten zu finden. Die Schalter, Knöpfe, Drehräder und Verriegelungen fühlen sich alle sehr gut an und geben ein perfektes Feedback beim Betätigen. Da klappert oder wackelt nichts. Wo etwas Klappern zu hören ist, sind die Gimbal-Arme in ihrer Sperr-Stellung. Da ist noch etwas Luft vorhanden, wodurch es zu ganz leichten klappern kommt. Deutlich weniger geklapper als beim Weebill s aber etwas mehr als beim Weebill 2.

Der Griff inkl. dem Akku lässt sich sehr schnell und einfach abnehmen und somit den Akku tauschen. Dazu muss man nur den Hebel auf der linken Seite neben dem Display betätigen und den Sicherungsknopf drücken.

Display

Der 1,8″ große OLED-Touchscreen lässt sich selbst bei Sonnenschein noch gut ablesen. Die Funktionen sind überschaubar und die Tastenfelder groß genug für meine Wurstfinger.

Sehr praktisch ist die Anzeige der Kamera Kalibrierung auf dem Gimbal. Hier sieht man direkt, ob man irgendwo Überlast hat und damit den Akku unnötig schnell leerzeiht.

Durch das Wischen von oben nach unten und von unten nach Oben kommt man in zwei weitere Menüpunkte. im oberen Menü kann unteranderem die Bluetooth Verbindung zur Kamera eingestellt werden (siehe spezielles Kapitel) und im unteren Menü können zum Beispiel Geschwindigkeit und Glättung optimiert werden.

Austauschbarer 3.000 mAh Akku im RS3

Der Akku im RS3 ist zum Glück austauschbar. Zwar muss man dafür einen ganzen Griff kaufen (DJI RS BG21), der mit 89 € definitiv nicht billig ist (Amazon Link), aber zumindest hat man überhaupt die Möglichkeit den Akku schnell zu wechseln. Beim Weebill 2 oder auch dem DJI RSC2 hat man diese Option nämlich nicht.

Laden kann man den Akku über die USB-C Schnittstelle am unteren Ende von Griff. Dabei gönnt sich der Akku dann bis zu 18 W (PD-Protokoll), was ca. 2,5 Stunden dauern soll (habe ich jetzt selbst noch nicht getestet).

Was auch wirklich cool ist, ist die Taste rechts neben der Ladebuchse, mit der man auf Anhieb den Ladezustand des Akkus sehen kann. Die vier LEDs sollten hier für ein grobes Gefühl ausreichen.

Automatische Achsenverriegelung

Diese Funktion ist so simpel und doch so genial! Mit einem kurzen Tastendruck auf den Ein-/Ausschalter versetzt ihr euer Gimbal in Standby und die Achsen verriegeln sich in der aktuellen Position. Damit verhindert ihr ein ungewolltes Bewegen und somit vielleicht eine Beschädigung eurer Kamera oder des Objektivs. Wenn ihr statt dem kurzen Drücken auf den Ein- Ausschalter lange drückt, dann fährt das Gimbal automatisch in die Transportposition und verriegelt sich dort. Wirklich toll und praktisch.

Bluetooth Verbindung zur Kamera

Die Bluetooth Verbindung zur Kamera ist für mich ein weiteres Highlight. Endlich kann ich mir das nervige Kabel zwischen dem Gimbal und der Kamera sparen. In das Menü kommt man ganz einfach durchs runterwischen (von oben nach unten auf dem Touchsreen). Dort geht man auf den Menüpunkt mit der Kamera und dem Bluetooth Symbol oben rechts. In der Kamera muss die Bluetooth Kopplung natürlich aktiviert sein und für die Funktionen muss beispielsweise in der Sony Kamera noch der Menüpunkt- Bluetooth-Fernbedienung aktiviert werden. Anschließend kann man ohne Kabel die Aufnahme über das Gimbal starten und stoppen. Mit meiner Sony a7IV hat das prima funktioniert. NICE!

Auf dem Startbildschirm wird euch dann übrigens oben links mit einem kleinen Symbol angezeigt, das die Kamera mit dem Gimbal verbunden ist. So habt ihr immer im Blick, ob die Kamera noch Verbunden ist oder die Verbindung verloren hat.

Vergleichsvideo Weebill 3 und DJI Ronin RS3

Von Zhiyun wurde am gleichen Tag ebenfalls ein Gimbal vorgestellt: Das Zhiyun Weebill 3. Wie sich die beiden Gimbals unterscheiden findet ihr in diesem Video von Peter Makholm. Für mich ist und bleibt das RS3 Gimbal auch eindeutig der Favorit und zum Glück bin ich zu DJI gewechselt.

Fazit

Klar, ich habe das Gimbal noch nicht im Dauereinsatz unter schwierigen Bedienungen getestet aber im ersten Eindruck hat es mich voll überzeugt. Gewicht ist super, Stabilisierung sehr gut und smooth ohne gezitter (bis jetzt zumindest) & der Preis vollkommen in Ordnung. Am Samstag steht wieder eine Hochzeit an, in der ich den Ronin RS3 auf Herz und Nieren testen werde. Ich bin guter Dinge, das alles Reibungslos verlaufen wird. Meine Erfahrungen werde ich selbstverständlich wieder mit euch teilen 🙂

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