Horizontaler Stativarm mit 100cm von Neewer im Test

Flatlays oder Topshot Fotos mit langer Belichtungszeit und ohne störende Stativbeine machen? Geht das? Klar, entweder mit einem Stativ, welches eine horizontale Mittelsäule integriert hat (z.B. K&F Concept TM2534T – Link) oder man verwendet einen separaten horizontalen Stativarm, der auf nahezu jedes Stativ geschraubt werden kann. So einen Add-on Querarm wollen wir uns in diesem Beitrag von der Firma Neewer (Amazon Link) mal genauer anschauen und seine Vor- und Nachteile etwas beleuchten.

Anzeige: Neewer hat uns dieses Stativ kostenlos zur Verfügung gestellt, nimmt aber in keiner Weise Einfluss auf unsere Meinung oder darf den Text vorher lesen. Dieser Beitrag enthält Amazon & Ebay Affiliate Links, wodurch ich eine Provision erhalte, wenn Ihr Produkte über diesen Link kauft. Die Produkte werden für euch dadurch aber nicht teurer.

Zahlen, Daten & Fakten

  • Aluminiumlegierung mit Ø 30 mm
  • 2x 3/8-Zoll Befestigungsschrauben an den Querarmende
  • 2x 3/8-Zoll Befestigungsschrauben verschiebbar am Querarm
  • 1x 3/8-Zoll Gewindeloch zur Befestigung am Stativ o.ä.
  • Tragfähigkeit bis zu 5 kg
  • Länge: 100 cm (von Auflagefläche zu Auflagefläche)
  • Gewicht: 1,4 kg

Verarbeitung und Qualität von Neewer

An der Verarbeitungsqualität kann man wirklich nicht meckern! Alles fühlt sich gut und robust an. Das Rohr selbst ist mit 30 cm ausreichend dick, um einen sicheren Eindruck zu verleihen.

Die Gewinde sind auch gut geschnitten, wenn auch etwas sehr lang (kann bei manchen Adapterplatten kritisch sein). Die Auflagefläche ist zwar im Gesamten sehr groß aber leider unterbrochen zum Gewinde selbst. Dadurch kann es vorkommen, dass man einen kleinen Adapter nicht ausreichend befestigen kann, da dieser im „Freien“ liegt und sich nur an der kleinen Gewindefläche abstützt. Verwendet man aber eine größere Platte, ein Cage oder die Kamera selbst, dann hat man in der Regel genug Fläche zur Verfügung.

Funktion vom horizontalen Stativarm

Die Funktionen sind überschaubar, wie hätte es auch anders sein sollen. Es ist halt nur eine Querstrebe für ein Stativ. Dafür macht es aber diesen einen Job aber sehr gut und sieht dabei auch noch stabil aus. Man kann durch die mehrfachen Stativanschlüsse seine Kamera (Licht oder anderes Equipment) in allen möglichen Positionen befestigen. Durch die beiden verschiebbaren Schlitten kann zusätzliches Equipment befestigt werden.

Die Gewinde sind alle Durchgängig 3/8-Zoll. Hier hätte ich mir die coole 2 in 1 Gewinde-Funktion von iFootage gewünscht, die ein 3/8-und ein 1/4 Zoll Gewinde vereint. Falls ihr das nicht kennt schaut unbedingt in den Beitrag dazu rein –> Link zum Beitrag.

Auf was man definitiv wert legen sollte, ist ein Stabiles Stativ, dass dem Kippmoment standhält. Ich habe dafür mein ESDDI Videostativ verwendet, welches wie ein Fels in der Brandung steht (Link zum Beitrag). Dabei konnte der horizontale Stativarm fast voll ausgefahren werden (ich nutze die mittlere Befestigung fürs Stativ). Dabei hat der horizontale Arm meine Sony a7III im Cage und dem Tamron 28-75 2.8 ohne Gegengewicht gehalten… NICE!

Selbstverständlich kann man es auch mit anderen Stativen nutzen, da ist es aber umso wichtiger ein Gegengewicht am anderen Ende vom Querarm zu verwenden (nicht im Lieferumfang enthalten). Ich hatte noch eins von meinem Neewer Galgenstativ für diesen Test übrig aber es würde auch jedes andere Gegengewicht funktionieren, dass man aufhängen kann (voller Rucksack, Sack mit Sand oder Wasserflaschen, Gewichtsscheiben etc.)

Wenn mal alles aufgebaut ist kann der Spaß auch schon losgehen. Etwas Licht, ein paar coole Produkte oder Deko und fertig ist das Setup. Keine Störenden Stativbeine und eine angenehme Arbeitshöhe bzw. Haltung für den Körper (man wird ja nicht jünger). Perfekt!

Fazit

Ich mag diesen Querarm von Neewer. Er macht seinen Job sehr gut, kostet nicht die Welt (aktuell 62 € auf Amazon) und ist wirklich stabil. Ich habe keine Bedenken meine Kamera da Kopfüber zu positionieren und an dem Querarm „baumeln“ zu lassen. Solang man ein schweres Stativ und/oder Gegengewichte zum Ausgleich verwendet, kann da eigentlich nichts schief gehen. Mir gefallen auch die dreh- und verschiebbaren Gewindeanschlüsse, mit denen unterschiedliche Positionen erzielt werden können. Leider ist da die Auflagefläche direkt am Gewinde etwas klein, wodurch man beim Montieren von kleinen Platten aufpassen sollte.

Alles in allem ein sehr nützliches Produkt zum fairen Preis!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.