iFootage Cobra 2 A-150 – Einbeinstativ für Gimbal und co

Ihr seid auf der Suche nach einem Monopod, mit dem ihr euer Gimbal verlängern und auch mal abstellen könnt? Ihr wollt schnell und flexibel sein? Dann ist vielleicht das Stativ von iFootage was für euch, welches auf den bescheidenen Namen „Cobra 2“ hört. Ich habe es schon länger beobachtet, war aber immer zu geizig 150€ dafür auszugeben. In der Superbowl Woche war es dann für 90€ bei Rollei im Angebot und da musste ich einfach zuschlagen und bin bis jetzt hellauf begeistert. Für mich soll es eine Unterstützung bei dem Filmen von Hochzeiten und längeren Videodrehs werden. Damit habe ich dann die Möglichkeit das Gimbal auf einer angenehmen Höhe kurz abstellen zu können und „statisch“ weiter zu filmen. Auch die Möglichkeit kleine Schwenks damit zu machen und neue Perspektiven einzunehmen ist ein netter Nebeneffekt 🙂

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Zahlen, Daten & Fakten

  • Einbeinstativ aus Aluminium
  • Schnellspannsystem mit Einhandbedienung
    • Schnellwechselplatte kann oben oder direkt auf dem Stativ befestigt werden
  • Zwei in eins Gewindeanschlüsse (¼- und ⅜“)
    • Durch einfaches runterdrücken des ⅜“ Gewindes erscheint der ¼“ Anschluss
  • Ergonomische Schnellverschlüsse zur Einstellung der Höhe
  • Gummipuffer an der Säule zwischen den Schnellverschlüssen
    • Mindern den Aufprall und die Akustik beim Zusammenfahren
  • Verriegelung und Friktionsverstellung an der Basis
    • Sehr gut mit dem Fuß bedienbar und ermöglicht smoothe Schwenks
  • Niedriger Stativfuß mit drei positionierbaren Beinen
  • Abnehmbarer Gummifuß (und unter Dreibein lagerbar)
  • Gewicht: ca. 1,3 kg
  • Max Höhe: 150 cm
  • Packmaß: 62 cm
  • Max. Belastung 8 kg
  • Preis Rollei: regulär 150 €, im Angebot 90 € (Aktuell nicht verfügbar)
  • Preis Amazon: 137 € – Link
  • Foto Erhard: 129 € – Link

Verarbeitung und Qualität

Die Verarbeitung vom Cobra 2 ist wirklich 1A! Nichts klappert oder wackelt. Alles fühlt sich sehr gut und hochwertig verarbeitet an. Das eloxierte Aluminium kommt in schwarz / rot und sieht meiner Meinung nach sehr stylisch aus. Die Säulen lassen sich sehr geschmeidig ein- und wieder ausfahren. Bei Zusammenfahren wird der Endanschlag durch Gummiringe geschützt, die auch das Aufprallgeräusch reduzieren.

Die Verschlüsse sitzen stramm und ich habe keine bedenken, dass da etwas nachrutscht. Falls sie sich aber über die Zeit etwas lockern sollten, so hat iFootage direkt mitgedacht und einen Werkzeugschlüssel an der Säule mit einer Klammer befestigt. Damit hat man den Inbusschlüssel immer griffbereit. NICE!

Der Kugelkopf läuft sehr smooth, ohne stocken oder hakeln. Die gerändelte Schraube zur Arretierung kann auch relativ gut mit den Fuß verdreht werden, wodurch schnelle Schwenks möglich werden. Achtet aber darauf, dass die Schraube wirklich wieder fest ist, bevor ihr das Stativ loslässt… sonst kann es zu einem bösen (und teurem) Aufprall kommen. Wenn der Kugelkopf aber fest ist, kann man das Stativ auch samt Kamera loslassen und es bleibt stehen (Natürlich nur in der möglichst senkrechten Position).

Wenn man den Kugelkopf und das Dreibein nicht benötigt, kann man es durch den roten Gummi-Fuß ersetzen, der unter dem Dreibein verstaut ist (sehr praktische Lösung). Dadurch wird der Monopod auch um einiges leichter (0,85 kg statt 1,3 kg).

Funktion

Das iFootage Monopod hat viele Funktionen auf eine sehr praktische Weise vereint. Es kann ein Einbeinstativ mit Gummi-Fuß oder Dreibein mit Kugelkopf sein. Mit einer Kamera direkt aufgeschraubt oder einem Gimbal dazwischen.

Die Cobra kann zwischen 62 cm und 150 cm hoch sein oder gar ohne Steg als Tischstativ verwendet werden. Die Höhenangaben beziehen sich aber natürlich immer nur auf das Stativ selbst. Die Sensorebene der Kamera liegt meist noch etwas höher und kann durch ein Gimbal noch viel höher liegen (in meinem Fall ca. 185 cm mit dem Weebill s und meiner Sony a7III).

Das durchdachte Konzept der Schrauben auf der Schnellwechselplatte (dazu im nächsten Kapitel mehr) oder die Positionierung des Werkzeugs am Steg und des Gummi-Fußes unterm Dreibein zeigen ein hohes Maß an „Liebe zum Detail„! Hier wurde wirklich auf die Bedürfnisse der Anwender geachtet.

Das Dreibein lässt sich in drei Positionen arretieren und kann damit eine Höhe von 14,5 cm bis 22,5 cm erreichen.

Schnellwechselsystem

Das Schnellwechselsystem ist der Hammer! Es rastet sehr gut ein und sitzt dann bomben fest (zumindest jetzt noch, wo es neu ist). Ich habe noch ein Quick-Release System von Zhiyun, welches jetzt aber mit der Zeit immer mehr wackelt. Ich hoffe das passiert bei dem hier nicht. Die Platte kann auf der Säule oder dem Dreibein verwendet werden. Falls man mehre Kameras oder Equipment mit der Cobra nutzen möchte, kann man sich für knapp 25€ eine weitere Platte kaufen – Link…. 25€!!….FÜNFUNDZWANZIG EURO! HEFTIG! Den Verschlussmechanismus, indem die Platte eingesetzt wird, kann man übrigens nicht nachkaufen (zumindest habe ich nichts gefunden – Falls doch, lasst es uns in den Kommentaren wissen).

Richtig cool ist aber die Schraube auf der Schnellwechselplatte gelöst. Diese vereint nämlich gleich die ¼- und ⅜“ Schraube und kann durch einfaches herunterdrücken immer den passenden Anschluss liefern. Also einfach das Gimbal oder Equipment ansetzen, leicht nach unten drücken und festschrauben. FERTIG

Fazit

Ich bin so zufrieden mit meinem neunen Monopod und freue mich schon tierisch auf die erste Hochzeit in 2021, wenn ich das schöne Schmuckstück auf Herz und Niere testen kann. Die ersten Probeschüssen waren auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend.

  • Preis: Definitiv gerechtfertigt (im Angebot sogar der Hammer!)
  • Verarbeitung: Sehr gut! Alles fühlt sich hochwertig an und sieht gut aus. Nichts klemmt oder ruckelt.
  • Funktion: Liebe zum Detail trifft es ganz gut! Viele sehr sinnvolle und gut durchdachte Features (Schnellwechselsystem, kleines Dreibein mit Kugelkopf, ineinander liegende Stativschraube etc.)
  • Maximale Höhe von 150 cm für mich vollkommen ausreichend, da durch das Gimbal nochmals Höhe gewonnen wird

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