DIY Probe-Lens eine billige Konkurrenz für die Laowa 24mm F14 Probe?

Als die Probe-Lense von Laowa vorgestellt wurde, war zunächst das Lachen groß, aber schon kurz drauf war das Erstaunen umso größer. Mit diesem Objektiv sind Aufnahmen möglich, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte. Doch Dank des enormen Preises von ca. 1800 Euro (link) war es für mich in unerreichbarer Ferne. Bis jetzt…

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Vor kurzen bin ich auf dieses Video gestoßen:

Und wer fotografiert oder filmt und einen 3D-Drucker hat, muss doch einfach eines machen oder?

Linsen:

Eine Schwierigkeit war, die benötigten Linsen in Deutschland zu bekommen. Schließlich führen die Links in den Videos nur zu amerikanischen Seiten.

Nach etwas Suchen bin ich dann aber auf diese „Zwischenlinse“: LINK

und diese „Frontlinsen“: LINK und LINK

gestoßen.

Der Druck:

So weit so gut. Jetzt nur noch drucken. Mattes, schwarzes Filament, wie dieses LINK, reduziert Reflektionen und erhöht somit die Bildqualität.

Die 3D-Modelle gibt es hier:

Hinterer Teil: LINK

Vorderer Teil: LINK

Der vordere Teil ließ sich problemlos drucken. Ich musste jedoch die Länge etwas kürzer skalieren, weil sich das Bild sonst nicht fokussieren ließ. (Ja, das Gewinde hat schon noch – so in etwa – gepasst).

Je nach Druckergenauigkeit und Frontlinse muss man hier etwas herumspielen und ausprobieren.

Der hintere Teil hat mich jedoch viele Stunden Druckzeit gekostet, bis er funktioniert hat. Das Teil muss mit dem kleinen Durchmesser nach unter gedruckt werden, damit der E-Mount-Anschluss ohne Support gedruckt werden kann. Aufgrund der sehr kleinen Auflagefläche und der langen Hebelwirkung haben sich bei mir immer wieder Drucke von Druckbett gelöst.

Abhilfe hat hier ein ordentlicher Raft gesorgt, der alles an Platz und Stelle hielt.

Wenn alles gedruckt ist, muss man evtl. noch etwas mit Sandpapier nacharbeiten. Das hängt jedoch vermutlich von der Druckergenauigkeit ab. Der Mount hat bei mir überraschend gut gepasst. Ich würde sogar behaupten besser, als bei manchen gekauften Objektiven. Also einfach alles zusammenstecken und los.

Fotografieren und Filmen:

Eigentlich wollte ich mit dem Objektiv hauptsächlich filmen, aber es ist unglaublich lichtschwach. Ständig war der ISO auf Anschlag und das Rauschen nicht akzeptabel.

Beim Fotografieren half ein Blitz (Ähnlich wie im Video). Aber selbst diesen musste man ordentlich aufdrehen und lief bei mir bei ¼ bis ½ Leistung bei 1/320 und ISO 1000 in der Kamera.

Das Bild ist horizontal und vertikal gespiegelt. Das heißt will man im Bild weiter nach links, muss die Kamera nach rechts gedreht werden und „nach oben“ bedeutet „nach unten“. Die Kamerabewegungen sind aber bei mir so eingeschliffen, dass das einfach nicht geklappt hat. Für Tölpel wie mich würde ich dringend ein Stativ empfehlen. Warum auch immer hat das sehr gut geklappt.

Die Bildqualität ist auch eher bescheiden. Auf Vollformat ist überhaupt nur ein kleiner Teil des Sensors belichtet und selbst im APSC-Mode erhält man eine Vignette, die sich nicht kompensieren lässt. Obwohl ich kein Makro-Profi bin sind mir ein paar ganz nette Fotos gelungen:

Vignette sogar im APSC-Modus noch deutlich sichtbar
Nach dem Drehen und Zuschnitt
Größe des Mondels ist hier erkennbar
Das Resultat

Fazit:

Das Objektiv ist nicht nur günstig, sondern auch billig. Für einen Makro-Fotografen ist das wohl nichts. Wer einfach gerne basteln will kann hier ein bisschen spielen und hat bestimmt viel Freude.

Was man aber auch sieht: Vielleicht ist ein bezahlbarer Klon (nicht 40 aber ~200 Euro?) nicht unmöglich. Das wäre doch was.

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