7Artisans 55mm F1,4 II V2.0 APS-C Objektiv im Praxis Test

Wir haben etwas neues zum Spielen bekommen 🙂 … Das 7Artisans 55 mm F1,4 II Objektiv für Sony E-Mount. Es ist mal wieder ein voll manuelles Objektiv mit der beliebten Brennweite von 55 mm für die kleinen APS-C Kameras. 50 mm haben mich damals wirklich geprägt, da es das erste Objektiv für meine „richtige“ Kamera (Sony a58) gewesen ist und ich diese Plastikscherbe einfach geliebt habe. Ob mich dieses neu konzipierte Objektiv auf der a6000 überzeugen kann erfährt ihr hier in diesem Beitrag.

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Zahlen, Daten & Fakten

  • Linsenkonstruktion: 6 Elemente in 5 Gruppen
  • Brennweite: F = 55 mm
  • Blende: 1:1,4 – 1:16
  • Vollmetallkörper / (z.T. Anodisiertes Aluminium)
  • Gewicht: 358 g
  • Blende mit 9 Lamellen
  • Fokusbereich: Ca. 42cm – ∞
  • Außenmaße: ø60 x 65 mm
  • Fokussierung: Manuell
  • Anschluss: Sony E Mount, Fuji X Mount, M4/3 Mount, Nikon Z Mount
  • Preis Amazon: 139€ – Link
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Das kleine Schmuckstück kommt in einer recht schicken Verpackung, was mich bei diesem Preis doch recht positiv überrascht hat (auch wenn die Verpackung nach dem Auspacken direkt wieder im Keller landet).

Verarbeitung

Das Objektiv ist top verarbeitet. Da es einen Metallkörper hat, fühlt es sich wirklich super hochwertig und robust an. Nichts wackelt oder klappert (ganz anders als damals bei meinem Sony SAL50 1.8). Selbst der Objektivdeckel ist wieder aus Metall, der einfach vorne auf die Linse gesteckt wird. Hier hätte ich mir aber eher ein Objektivdeckel mit Klick-Verschluss gewünscht, da diese weniger leicht in der Kameratasche abgehen.

Die Fokussierung (innerer Ring) und der Blendenring (äußerer Ring) laufen sehr geschmeidig. Der Blendenring hat keine Rasterung, wodurch es zwar möglich ist die Blende stufenlos zu verstellen aber zum anderen auch eine unbeabsichtigte Verstellung leichter passiert. Ich bin eigentlich immer ein Fan von Blendenringen mit Rasterung. Aber man kann ja nicht alles haben.

Das Objektiv ist zwar in Hinblick auf seine Länge kein Zwerg (vor allem ohne AF) aber in Anbetracht seiner 1,4er Blende geht die Größe für mich vollkommen in Ordnung. Und wenn man das Objektiv neben mein oft genutztes Minolta Rokkor 50 mm F1,7 inklusive Adapter stellt, merkt man schnell, dass es doch recht klein ist. 😉 Das Gewicht liegt beim 7Artisans mit 392 g (inkl. beider Objektivdeckeln) dafür aber höher als beim Minolta Objektiv mit 334 g (inkl. Adapter & Objektivdeckeln). Das höhere Gewicht lässt doch auf viel Glas schließen oder?

Das Bajonett ist selbstverständlich auch aus Metall, ist jedoch nicht abgedichtet gegen Staub oder Spritzwasser. Hätte ich aber bei dem Preis auch nicht wirklich erwartet.

Die Gläser sind schön klar und haben in selbstverständlich keine Einschlüsse oder Kratzer. Die Letzte Linse ist auch echt riesig, da merkt man wieder den Einfluss der Blende von 1,4. Gefällt mir!

Bokeh

Wenn man sich ein Objektiv mit einer Offenblende von 1,4 kauft, dann ist ein wesentlicher Faktor mit Sicherheit das Bokeh. Die meisten wollen doch schöne runde Bokeh-Balls mit weichem Übergang und konstantem Helligkeitsverlauf oder? Das 7Artisans liefert an dieser Stelle eine gutes Gesamtpaket ab. Bei der Blende von 1,4 sind die Boke-Balls in der Mitte zumindest perfekt rund und mit angenehm weichem Helligkeitsverlauf. Zum Rand hin werden sie sichtlich „katzenaugiger“ … oder wie man es sonst nennen möchte. 😀

Ab einer Blende von 2 wird es schon deutlich besser auch am Rand. Das sieht man deutlich an den nachfolgenden beiden Vergleichsfotos. Foto #1 wurde bei einer Blende von 1,4 & Foto #2 bei Blende von 2 gemacht. Dabei sieht man, dass bei Blende 2 die Form der Bokeh-Balls schon fast vollständig kreisförmig ist.

Bildqualität & CAs

Da ich mich mit dem manuellen fokussieren immer noch echt schwer tue, wurden leider die ersten Fotos alle nicht 100% scharf. Zuerst habe ich gedacht, dass dieses Objektiv nicht sonderlich gut ist. Man sucht ja bekanntlich immer die Schuld zuerst beim Anderen statt bei sich selbtst 😀 … Aber als ich mir etwas mehr Zeit beim korrekten fokussieren genommen habe, wurden die Bilder deutlich besser. Klar bin ich jetzt immer noch kein manueller-Fokus-Profi aber es wird von Mal zu Mal besser! Und es hat wieder super viel Spaß gemacht die Zeit für einen kurzen Moment anzuhalten und bewusst zu fotografieren.

Anhand dem Foto von der Rose ist mir erst wieder aufgefallen, wie klein die Schärfentiefe bei einer Blende von 1,4 sein kann. Da muss man wirklich darauf achten, was man „scharf“ haben möchte. Um es besser verdeutlichen zu können habe ich eine Steinmauer von der Seite fotografiert, wodurch man auf dem nächsten Foto den geringen Schärfebereich gut erkennen kann.

CAs hat dieses Objektiv leider wie viele andere Linsen auch. Das sieht man sehr schön, wenn man etwas dunkleres vor einem hellen Hintergrund fotografiert. In meinem Fall ein Palmenblatt zum Himmel gerichtet. Diese CAs sind aber nicht stark ausgeprägt und können in Lightroom mit einem KLICK entfernt werden.

Sonnenstern

Der Sonnenstern bekommt von mir hier ein eigenes Kapitel, da ich diesen besonders schön fand. Fotografiert habe ich auf Blende 8 die Sonne, die durch die Blätter eines Baums geblitzt ist. Die Lensflaires halten sich in grenzen und die Dynamik sackte zum Glück auch nicht komplett ab.

Fazit und Links

Ich finde es ist ein sehr gelungenes Objektiv mit deutlichen Stärken und einer tollen Verarbeitung. Toll finde ich zum Beispiel das sehr schöne Bokeh (weich und mit sehr schönen Bokeh-Balls). Auch der Sonnenstern ist in meinen Augen sehr cool. Aber natürlich sind auch ein paar kleine Schwächen zu nennen, wie beispielsweise die CAs oder der Blendenring ohne Rasterung. Alles in allem macht man mit diesem Objektiv bestimmt nichts falsch, solang man manuell fokussieren möchte & noch nicht komplett vom AF verwöhnt ist.

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