Billig Z-Plate im Test

Vermutlich macht es oft den Eindruck, dass wir nur positiv über die Dinge berichten, die wir testen. Eigentlich ist es aber so, dass wir haufenweise Sachen herumliegen haben, die ein Griff ins Klo waren aber immer, wenn wir etwas Tolles testen wollen wir euch unbedingt davon berichten. Deshalb sammeln sich die nicht so guten Produkte an aber ständig überholt irgendein cooles neues Teil.

Jetzt ist es aber Zeit auch einmal etwas nicht so Tolles zu zeigen. Der Z-Typ Stativ-Neiger, oder so ähnlich. Das Teil wird im Internet unter etlichen Namen verkauft. Das zulässige Kameragewicht liegt bei 3 kg.

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Erster Eindruck

Als das Teil ankam und ich das verschlossene Päckchen in der Hand hielt, dachte ich „Da ist bestimmtein Ladegerät drin“ so schwer war das Paket. Nach dem Auspacken schaute ich nicht schlecht. Das Ding ist wirklich groß und wirkt stabil. Satte 292 Gramm bringt es auf die Waage.

Darum, dass es auseinander fällt muss man sich keine Sorgen machen.

Unten an der Montageplatte ist ein 1/4“ und ein 3/8“ Gewinde, damit man sie auf jedem Stativmontieren kann. Zusätzlich sind unten Gummi-Füße angebracht, damit kann man esauf den Tisch stellen, ohne dass es kratzt oder rutscht.

Oben auf der Montageplatte ist eine Wasserwaage/Libelle. Damit kann man das ganze schön gerade ausrichten. Damit die Kamera besser hält sind Gummistreifen angebracht.

In der Schachtel liegt ein Sechskant-Schlüssel bei. Nicht ganz grundlos.

Die Anwendung

Zugegeben: Meine A7III mit dem Sony 24-70mm f2.8 ist kein Leichtgewicht aber, dass es gleich beim ersten Versuch fast meine Kamera killt hatte ich nicht erwartet. Schließlich sind 1,536 kg (650 g + 886 g) deutlich weniger als die angegebenen 3 kg.

Die Scharniere tragen das Gewicht einfach nicht. Naja, aber dazu gibt’s ja den Schlüssel. Nachziehen –hält noch immer nicht, nochmal nachziehen – hält immer noch nicht, richtig anknallen – es hält! Die Schrauben sehen schon nicht mehr wirklich gut aus aber wenigstens wird die Kamera gehalten. Leider in der falschen Position, also verschieben. WOW – Beinahe wäre mir wieder die Kamera abgeknickt. Wenn man die Platten gegeneinander bewegt lösen sich die Gelenke. Ein „Fest-aber-Verstellbar“ habe ich nicht hinbekommen – schade.

Dabei ist die Konstruktion prinzipiell nicht schlecht. Die Hülsen, auf denen der Schraubenkopf die Klemmkraft aufbringt ist durch die Formgebung gegen verdrehen gesichert.

Die einzige Theorie die mir in den Kopf kommt ist das Haft und Gleitreibwert des Kunststoffs weit auseinander liegen. Außerdem glaube ich das Partikel zwischen den Gleitflächen sind oder die Flächen schlecht verarbeitet sind, denn es sind deutlich Kratzer sichtbar.

Die Demontage:

Nachdem ich meine Kamera abgeschraubt habe musste ich feststellen, dass die Schraube der Z-Plate in meiner Kamera steckte und nicht mehr in dem Fixierrad der Platte. Sie lies sich mit realtiv geringer Kraft wieder herausschrauben. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie, wenn sie weiter herausgestanden hätte auch richtig fest in der Kamera klemmen kann. Dann hilft nur noch große Zange.

Fazit: Wollt ihr nur eine Stellung fixieren könnt ihr hiermit etwas anfangen. Wer erwartet damit eine große Kamera flexibel bewegen zu können wird damit wohl nicht glücklich werden. Die angegebene maximale Last von 3 kg ist unrealistisch. Ich werde das Teilwohl nicht weiter verwenden.

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