Urlaub in Italien 2.0

Intro

Wir fahren vorbei an dürren Feldern, dürrem Gras – Schlagloch – dürre Felder – Schlagloch – Wald, vertrocknete Pflanzen – Schlagloch… Wir sind in Rom mit dem Flieger gelandet und sind jetzt mit dem Leihwagen unterwegs zur Familie – Schlagloch. Diese wohnt ca. 30 km entfernt von Rom und … OHA! WOW! Sind das ausgebrannte und verrostet Autos auf einem vertrockneten Acker? – Hier muss ich nochmal her! (Meine Aufmerksamkeitsspanne ist leider etwas kurz 😉)

Nach ca. 45 Minuten kommen wir bei den Tanten an, bekommen unser Zimmer gezeigt und das Essen wartet schon.

Grundlegendes

Ganz wichtig in Italien ist das Essen. Ich kann kein Wort Italienisch, habe aber schnell gelernt, dass „poco“ „wenig“ bedeutet und „poco poco poco“ „ganz ganz wenig“. Diese nicht genormte Menge entspricht bei einem ca. 1,80 m großen, männlichen Menschen etwa 3000 kcal. Weniger gibt es nicht.

Rom

Am Tag erreicht man Rom am einfachsten mit der U-Bahn. Einfach etwas außerhalb an einer Station parken und in wenigen Minuten ist man in der Innenstadt. Die perfekte Situation mal einen Mitzieher zu probieren… er ist „naja“ geworden:

Einmal angekommen kann man die Stadt zu Fuß erkunden. Vom Aussichtspunkt überhält des „Piazza del Popolo“ hat man schon einen schönen Blick über die Stadt, weiter zur „Spanischen Treppe“, „Trevi Brunnen“ und „Kolosseum“.

Noch besser ist der Blick vom „Petersdom“.

Jedoch gelten hier einige Regeln, die zwar nicht streng kontrolliert, aber aus Respekt eingehalten werden sollten. Dass man in einer Kirche keine Messer braucht, sollte genauso selbstverständlich sein, wie dass man darin nicht telefoniert. Auch bei sehr hoher Außentemperatur sollten Schultern und Knie stehts bedeckt sein.

Für 2,- € mehr bleiben einem die ersten 231 Stufen (von 551) erspart. Bei 42 °C kann man ein solches Angebot schon mal annehmen. Den Rest muss man durch teils sehr enge und schräge Wege selbst erklimmen. Oben angekommen befindet man sich in 117 m Höhe. Der Ausblick ist legendär und die 5 Liter Schweiß auf alle Fälle wert.

Wieder unten angekommen sollte man auf jeden Fall den „Bocca della Verità“ besuchen. Man steckt einfach seine Hand in dessen Mund, aber Vorsicht, wenn man lügt wird sie abgebissen! „Photoscrubs sind die Besten“ – Uff… Hand noch dran, muss also wahr sein.

Nachts hingegen kann man mit dem Auto fahren. Oh wieder die Autowracks! Sie sind nahe eines eingezäunten Bereichs. Sieht aus wie ein Schrottplatz aber einige Wracks sind außerhalb. Da kann man bestimmt hin. Hier komm ich nochmal her!

Nachts ist das Parken in Rom ab 19 Uhr meist kostenlos und es sind relativ wenig Personen unterwegs. Vor allem die „Engelsbrücke“ , die „Engelsburg“ und der „Petersdom“ sehen bei Nacht besonders beeindruckend aus.

Hafen

Immer wenn wir in der Nähe vom Meer sind, suche ich nach einem Hafen, um dort einige Bilder zu machen. Zuerst erkunde ich die Lage und mache einige Bilder vom Hafen bei Tag und den Fischern.

Wenn alles passt komme ich abends zurück und mache weitere Bilder.

Castel Gandolfo

Am vorletzten Tag gab es bei uns leider ein Problem in irgendeiner Fabrik, bei der irgendwas auslief. Auf jeden Fall war das Meerwasser extrem gelb und das Baden verboten.

Gezwungener maßen mussten wir ausweichen und haben deshalb „Castel Gandolfo“ besucht. Genauer gesagt dessen See. Dieser war überraschend schön. Zwar sind die freien Bereiche knapp, aber das Wasser war sehr sauber und das Baden hat richtig Spaß gemacht.

Latina am Autowrack

Der letzte Tag und die letzte Chance war gekommen. Über den Urlaub hinweg haben wir Utensilien für dieses Foto gesammelt: Ein rotes Kleid, roter und weißer Fächer und eine Blume fürs Haar. Nach etwas Regen und längerer Suche haben wir endlich die Location gefunden. Wir fuhren von der Straße ab, vorbei am vermeintlichen Schrottplatz. Ein Blick ins Innere verrät aber, da wohnen Leute in Autos und Blechhütten, rundherum geht ein hoher Zaun, nur vorne ist ein kleiner Eingang. Ein Gefühl von Unsicherheit kommt auf. Direkt am Zaun spielt ein Kind mit einem Ball. Der Kleine fängt den Ball, schaut uns an grinst bis zu den Ohren und winkt uns zu. Wir winken zurück. Alles gut! Wir fahren zu dem am weitesten entfernten Auto. Die Straße hat so tiefe Löcher, dass bei Schritttempo die maximale Geländetauglichkeit unseres Autos ausgeschöpft wird.

Erst mal alles checken. Die Freundin vors Auto gestellt. Joah. Sieht ganz gut aus.

Am Zaun des „Dorfes“ sammeln sich immer mehr Leute an. Die Stimmung scheint gut zu sein. Die Leute lachen. Ob sie mit uns lachen oder über uns weiß ich nicht. Vielleicht freuen sie sich auch nur, dass tatsächlich Photoscrubs da ist.

Ein Foto durchs Autofenster könnte ganz gut aussehen. Naja geht. Doch wieder von vorne.

Wenn ich jetzt noch den Reflektor hole, könnte das echt cool werden. Aber! Irgendwas stimmt mit den „Dorfbewohnern“ nicht. Sie reden, aber das Lachen hat aufgehört. Was ist da los? Ich hoffe mir will keiner die Kamera abknöpfen. Da! Ein Schatten hinter den Büschen, 2 , 3 … viele Schatten. Ich warne meine Freundin: „Schatz da sind verwilderte Hunde, wir…“ – Wusch – Freundin weg. Die Hunde sind nicht die gewohnten rötlichen Straßenhunde, sondern schwarze, echt große Hunde und zwar einige. Sie kommen ganz langsam auf uns zu und ich weiß nicht was sie wollen – Angst haben sie auf jeden Fall nicht.  Ich packe meine Kamera in die Tasche. Obwohl mein Puls bei etwa 180 ist werde ich nicht ohne Kamera gehen. Ich stehe wieder auf und erkenne noch mehr Hunde sie sind plötzlich viel näher gekommen. Die Dorfbewohner sind ruhig und beobachten nur. Langsam gehe ich zum Auto, wo die Freundin wartet. Ach ja! Ich habe den Schlüssel! Hehe! Die Hunde sind so nah, dass ich mich nicht traue den Rucksack in den Kofferraum zu packen, sondern nehme ihn direkt auf den Schoß. Die Freundin fährt und gibt ordentlich Gas. Offensichtlich geht doch mehr als Schritttempo. Da sitzt ich also. Letzter Tag vorbei. 5 Bilder von der Location auf der Kamera. 2 davon „ok“.

Fazit

Was bleibt von 2 Wochen Urlaub? Wir haben viel gesehen und haben uns ein wenig erholt. Die Familie kennt mich jetzt auch und ich sie. Ich habe zwar 3 kg zugenommen, aber wir werden bestimmt bald wiederkommen.

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