Polfilter Test – Amazon Basic und Hoya HD Gold

In der Landschaftsfotografie ist der Polfilter ein super wichtiges Zubehör. Aber warum eigentlich? Dominik hat die wesentlichen Punkte im Beitrag „Der Polfilter – Einfach unersetzlich“ schon beschrieben. Hier eine kleine Zusammenfassung: Der Polfilter lässt nur noch polarisiertes Licht durch und absorbiert Schwingungen, die auf einen anderen Ebene liegen. In unserem Fall nutzen wir ihn um Spiegelungen auf Wasseroberflächen, Fensterscheiben oder Blättern zu „eliminieren“.

Dieser Beitrag bzw. dessen Bewertung wurde nicht finanziert oder gesponsert! Die Sachen wurden selbst gekauft und getestet. Dieser Beitrag enthält Amazon & Ebay Affiliate Links, wodurch ich eine Provision erhalte, wenn Ihr Produkte über diesen Link kauft. – Alles für den Blog –

Wie teuer muss so ein Filter aber sein, um brauchbare Ergebnisse zu liefern? Der Amazon Polfilter kostet etwa 20 € in der 77 mm Variante. Bei anderen Hersteller muss man teilweise viel tiefer in die Tasche greifen, wie beispielsweise beim Hoya HD Gold für etwa 110 €. Woher der Preisunterschied kommt, weiß ich auch nicht. aber es hilft hier nichts über die Qualität zu spekulieren – wir müssen mal wieder selbst testen!

Vergleich Polarisationsfilter AmazonBasic vs. Hoya HD Gold

Ok, ok… ich gebe ja zu, ein Filtervergleich bei einem Preisunterschied von fast 100 € ist nicht wirklich fair. Aber ist es nicht genau das, was interessant ist? Kann es ein günstiges „Teil“ mit einem Topmodell aufnehmen? Wir haben beide Filter auf der Sony a68 in Kombination mit dem „MesserscharfenSamyang 16mm 2.0 für euch getestet. Die Kamera steht auf M-Modus mit ISO 100. Die Blende auf 8 und die Verschlusszeit je nach Filterhersteller variiert, um möglichst die gleiche Bildhelligkeit in der Ausgangsposition zu erhalten. Die Belichtungszeit beim Amazon Filter wurde auf 1/100 s und beim Hoya auf 1/160 s eingestellt. Wie man an der Belichtungszeit sehen kann, ist hier schon der erste Qualitätsunterschied – der Amazon Filter verdunkelt den Sensor deutlich.

Amazon Basic Polfilter Test

Zuerst der Amazon Basic in zwei Stellungen (nicht wundern, der kleine Wasserfleck in der Mitte war auf dem Objektiv… hab ich leider nicht gesehen – sorry). Durch wischen könnt ihr beide Positionen vergleichen. Dabei wird deutlich, wie stark der Filter das Bild zwischen den beiden Positionen verdunkelt und man teilweise Helligkeitsunterschiede in einzelnen Bereichen wahrnehmen kann.

Wenn die Belichtungszeit von 1/100 auf 1/25 verlängert wird, sieht das Bild gleich ganz anders aus. Der Effekt sieht echt beeindruckend aus und der See lädt einen sofort zum Angeln ein (ein Klick aufs Bild vergrößert die Pracht ). Der teilweise sichtbare Helligkeitsunterschied im Bild bleibt natürlich trotzdem erhalten.

Hoya HD Gold Polfilter Test

Der Hoya Filter kostet gut und gerne das 5-Fache und wird als Topmodell bezeichnet. Er soll auch für Weitwinkelaufnahmen brauchbar sein, was wir aber mit unsere Sony a68 (APSC-Sensor) und einem 16 mm Objektiv nicht wirklich testen können. Getestet wurde wieder unter den gleichen Bedingungen und Einstellung wie schon beim Amazon Basic Filter, außer (wie schon erwähnt) bei der Belichtungszeit, die von 1/100s auf 1/160 reduziert wurde.

Ich war doch sehr erstaunt über dieses Ergebnis. Die Helligkeit beider Filterpositionen unterscheiden sich nicht so stark wie beim Amazon-Filter. Die Farben sind kräftig und einzelne Bereichen sind optimal entspiegelt. Helligektunterschiede im Bildbereich sind nur schwer wahrnehmbar. Auch hier müsste man natürlich die Belichtung nochmal anpassen, um ein noch besseres Bild zu erhalten.

Fazit

Effekt: Der Effekt ist bei beiden Filtern deutlich zu sehen. Ultraweitwinkelobjektive (UWW) werden vermutlich beim Amazon-Filter an die Grenzen stoßen. Hier ist der Hoya auf jeden Fall besser. Spiegelungen werden entfernt und Farben wirken beeindruckend.

Größe & Handling: Der Amazon Filter ist gegenüber den Hoya Filter ein kleines Dickerchen und dabei fast doppelt so breit. Das lässt ihn klobiger und billiger wirken. Dafür kann man ihn aber besser verdrehen, da mehr Fläche für die Fingern vorhanden ist. Auch das Aufschrauben gestaltet sich einfacher. Beim Abschrauben sind aber beide Filter nur bedingt praktisch – mit meinen dicken Wurstfingern drehe ich den Filtern meist nur zwischen seinen Positionen hin und her, statt ihn abzudrehen.

Preis: Der Preis vom Hoya Filter ist echt heftig! Dafür bekommt ihr den Amazon Basic Filter fast fünf mal. Der geringere Helligkeitsunterschied zwischen den Filterpositionen & der homogenere Bildverlauf sind aber echt „nice“. Ob es euch den Preis wert ist, müsst ihr selbst entscheiden….

Amazon Basic

vs.

Hoya HD Gold

 

2 Gedanken zu “Polfilter Test – Amazon Basic und Hoya HD Gold

    1. Also grad bei Landschaften und co kann ich das gute Stück wirklich nur empfehlen. Vor allem wenn die Sonne die Blätter ausbrennt oder es ungewollte Spieglungen sind, wirst du sicher ein cooles aha-Erlebnis haben 😊

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