Neewer Magic Elf LED Makro Flash – Test und Erfahrung

Kleines Motiv, kleines Licht, kleines Geld… großes Wirkung, das verspricht der Neewer Magic Elf LED Makro Flash (Gott was für ein langer Name). Ob er hält, was er verspricht, will ich dir hier kurz zeigen.

Anzeige: Dieser Beitrag bzw. dessen Bewertung wurde nicht finanziert oder gesponsert! Das Produkt wurde selbst gekauft und getestet. Dieser Beitrag enthält Amazon Links, wodurch ich eine Provision erhalte, wenn Ihr Produkte über diesen Link kauft. – Alle Einnahmen fließen wieder in den Blog -.

Ja ja, der treue Leser kann das Wort „Neewer“ schon nicht mehr hören aber EHRLICH, ich suche in der Regel bei Zubehör nicht nach bestimmten Hersteller. Dass immer öfter Neewer herauskommt, liegt vermutlich daran, dass sie sich die „Low Budget“-Sparte als Zielgruppe herausgepickt haben.

Der Neewer Magic Elf LED Makro Flash ist ein Musterbeispiel dafür. Es gibt ihn für ca. 35,- Euro bei Amazon (link) und verspricht einiges. Sollte er mal wieder ausverkauft sein, gibt es eine vermutlich baugleiche Version auch von Andoer (Amazon-link).

Da ich gerne auch mal kleine Tierchen und ähnliches Fotografiere, habe ich mir das Ding (viel kürzer) gegönnt.

Es kam in einer soliden Verpackung, wie wir es von Neewer gewohnt sind. In der Schachtel ist nur der Makroblitz und eine Bedienungsanleitung. Dass diese nur auf englisch und chinesisch ist, habe ich erst festgestellt, als ich sie für diesen Beitrag in die Hand nahm. Die Bedienung ist unglaublich einfach.

Aber zunächst Batterien rein und anschalten (3 Sekunden auf On/off). Stark! Eine blaue LCD-Anzeige. Da steh ich drauf. Hier seht ihr kurz, was es auf der Anzeige zu sehen gibt:

Displayanzeige
Das Display

Zur Auswahl steht „Dauerlicht“, „Blitz“, „Funktionen“ und das „Dimmen der LEDs“ (jeder flexible Arm einzeln).

Dauerlicht / Light:

Auf Dauerlicht bleiben die LEDs, wie der Name schon sagt, dauerhaft an. Einzelne Leuchten zu dimmen klappt wunderbar. Die LEDs sind hell aber mit einem LED-Strahler nicht zu vergleichen. Mal schauen ob die was bringen.

Funktionslicht / Fn:

Hier kann man verschiedene Voreinstellungen übernehmen. Es gibt Funktionen wie „nur zwei an“, „nur eine an“, „alle auf halbe Power“, und viele mehr. Verwendet habe ich davon noch keine, schließlich lassen sich die Leuchten ja einzeln dimmen und das ganz nach Wunsch und Motiv.

 

Blitz / Flash:

Diese Funktion geht nicht ohne Kamera. Also das Ding auf meine Sony a68 drauf. Ach nö … selbst im Titel steht doch: „Passt Canon Nikon Sony A7 A7S / A7SII A7R / A7RII A7II A6000 A6300″ und jetzt steht das blöde Ding hinten heraus und lässt sich nicht richtig in den Blitzschuh schieben. Das Ganze sieht dann so aus:

Leider steht der Blitz heraus
Blitz steht leider heraus

Das gibt definitiv Punktabzug!

Überraschenderweise funktioniert die Blitzfunktion trotzdem. Blöd ist nur, dass man nach dem Shooting einen Abdruck der Knöpfe und dem Fixierrad auf der Stirn hat. Das sieht blöd aus und tut auch ein bisschen weh. Schande über dich Neewer – du weisst doch wie der „MIS“ bei Sony ausschaut.

Der Test

Da gerade Winter ist und meine Fische nicht ruhig halten wollten, habe ich einen extra kleinen Fotografen für Testfotos gebucht.

Fotomodell
Fotomodell

Hier einmal das Bild mit LEDs an:

einmal mit Makrolicht
Mit Makro-LEDs an

dann die LEDs aus:

Makrolicht aus
Makrolicht aus – Viel sieht man micht mehr

Ooops, sehr dunkel. Deshalb einmal etwa die gleiche Helligkeit durch angepassten ISO (5000 statt 100 wie beim ersten Bild). Blende, Zeit, etc. bleiben gleich:

Hoher ISO bringt Helligkeit aber auch Rauschen
ISO von 100 auf 5000 hochgedreht

Zum Spaß einmal die Zeit angepasst (5s statt 1/15 wie beim ersten Bild):

Zeit angepasst statt ISO (Faktor 50)
Zeit von 1/15 auf 5 s hochgedreht – Welches Objekt hält so lange ruhig

So lange hält wohl kaum ein Tier still.

Sehr überraschend, wie viel die LEDs doch bringen. Durch ihre Nähe zum Objekt reicht relativ wenig Licht, um ordentlich etwas zu bewegen. In diesem Fall waren es ca. 5-6 Blendenstufen. Besonders angenehm finde ich dabei die flexiblen Arme, die es erlauben aus jeder Richtung Licht einzubringen. Das ist definitiv besser als bei Ringlichtern.

Laufzeit:

In das Makrolicht kommen 4 AA-Batterien. Diese werden extrem schnell leergesaugt. Auf der Anzeige habt ihr 3 Balken für den Batteriestatus. Gefühlt alle 10 Minuten ist ein Balken weg. Natürlich kommt es auch auf deine Akkus an und ob du die LEDs voll aufdrehst oder eben nicht. Trotzdem empfehle ich dir ein bis zwei Ersatzsets dabeizuhaben.

Fazit:

Der Neewer Magic Elf LED Makro Flash macht für kleine Objekte richtig viel Licht. Da er auf dem Sonyblitzschuh eher schlecht als recht passt, ist er nur für Gelegeheits-Makro-Fotografen geeignet. Wer lange und viele Makroaufnahmen damit machen will, wird wohl dauerhaft die Abdrücke auf der Stirn und Kopfschmerzen davontragen. Die Helligkeit ist vollkommen ausreichend und brachte in meinem Test 5-6 Blendenstufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere