Sony Alpha 6400 – Meine neue Backup-Kamera

Ich habe es getan. Ich bin wieder dem APS-C Lager verfallen und habe mir die Sony Alpha 6400 als Backup-Kamera und für Unterwegs zugelegt. Früher hatte ich die a6300 als Zweitkamera (siehe Beitrag), doch irgendwie wurde ich nicht wirklich warm mit ihr. Der Look sah irgendwie anders aus als der meiner A7III. Die Farben nicht ganz meins und die Bedienung etwas umständlich. Ist die a6400 jetzt besser? Finden wir es doch heraus.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe sie gebraucht gekauft, damit die Hemmschwelle kleiner ist und es mir mein Geldbeutel (und meine Frau) nicht übel nehmen oder mich gar töten. Auf Amazon und bei Foto-Leistenschneider gibt es sie aktuell für 876 € (Amazon Link) & (Leistenschneider Link). UVP von Sony liegt bei 1049 €… echt heftig für so eine kleine Kamera!

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Zahlen, Daten & Fakten

SensorAPS-C / 24,2 Megapixel
ISO Empfindlichkeit100 – 102400
Fokuspunkte425 Phasen- & Kontrastfelder 
Belichtungszeit1/4000 bis 30 Sekunden
Serienbildaufnahmen11 Bilder pro Sekunde, max. 116 JPEGs
schwenkbares LCD180 nach oben 75° nach unten
LCD Größe und Auflösung3 Zoll mit 921.600 Pixel
Touchscreenja
Auflösung Sucher 2.359.296 Pixel
WiFi, Bbluetooth & NFC ja
max. Videoauflösung4k (25p) Full-HD (100p)
MikrofoneingangJa, Klinke
Optischer Stabilisatornein
Gehäuse Staub- und spritzwassergeschützt
Akkulaufzeit (Bilder)360 (Sucher) bzw. 410 (Display)
AkkuNP-FW50
Maße (B x H x T)120 x 66,9 x 59,7 mm
Gewicht inkl. Akku + Speicherkarte403g

Bei den reinen Fakten sticht die a6400 eigentlich nicht wirklich raus. Das Display besitzt zwar ein Touchscreen aber hat immer noch die sehr geringe Auflösung von 921.600 Pixel wie auch schon die a6000 aus dem Jahr 2014! Dafür kann man ihn jetzt aber zumindest nach oben kippen, um sich selbst zu sehen. Für Vlogger und Selfies bestimmt sinnvoll.

Die a6400 hat immer noch den kleinen NP-FW50 Akku, der ziemlich schnell leergeschossen ist und besitzt auch keinen Bildstabi. Sie soll aber einen der schnellsten Autofocus-Systeme in dem Segment besitzen. Der Augen-AF für Mensch und Tier ist auch dabei und funktioniert wirklich top! Das kann man der Cam zugute halten.

Sensor und optimierter Bildprozessor

Der Sensor der a6400 ist zwar immer noch der 24,2 Megapixel EXMOR® CMOS, soll aber zusammen mit dem Bildprozessor optimiert sein. Das sieht man unteranderem an der höheren Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 102400 und den besseren Farben.

Die Kamera ist etwas in der Tiefe gewachsen gegenüber seinem Vorgänger, der a6300. Sie misst jetzt 120 x 66,9 x 48,8 mm statt wie die a6300 nur 120 x 66,9 x 45,1 mm. Wirklich auffallend ist es aber nicht. Sie kommt mir immer noch super klein vor.

Filmen mit der Sony a6400

Wie ihr wisst bin ich ab und an mal auf Hochzeiten unterwegs und Filme diesen besonderen Tag für das Brautpaar. Diese Kamera soll mich jetzt in Zukunft dabei begleiten und das statische Filmen aus einer zweiten Perspektive übernehmen.

Die Alpha 6400 bietet volle Pixelauslesung ohne Pixel-Binning, hochauflösende 4K Videoaufnahmen, HDR (HLG) und S-Log/S-Gamut Bild-Profile, Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen, einen Mikrofoneingang und einen super zuverlässigen Autofokus. Also alles, was ich beim Filmen brauche. Wie sie sich dann in der Praxis schlagen wird, werde ich bei meiner nächsten Hochzeit ende Oktober dann sehen.

Für mich auch ein ausschlaggebender Grund für den Kauf sind die verbesserten Farben. Hier habe ich mir einen ähnlichen Farb-Look wie der von meiner a7III gewünscht. Inwieweit sich die Farben gegenüber der a6300 verändert haben, zeige ich euch im nächsten Kapitel.

Vergleich Sony a6300 vs. a6400

Da ich meine Sony a6300 schon Anfang des Jahres verkauft habe musste ich mir für den Vergleich die Kamera von Viktor (Bossphotografie) leihen – Danke dafür! Auf den Fotos ist links die a6300 und rechts die a6400.

Optisch sehen die beiden Kameras fast identisch aus. Zumindest, solange das Display noch eingeklappt ist. Kleine Randbemerkung: an den nachfolgenden Fotos sieht man sehr schön die Chromatischen Aberrationen (bei den Tasten der Kamera) vom Sony 35mm 1.5 FE (Link zum Beitrag).

Das Display der a6400 ist jetzt Touch fähig, was die Bedienung der Fokuspunkte wesentlich vereinfacht.

Von den etwas dickeren Abmessungen der a6400 (48,8 mm statt 45,1 mm) sieht man nur im direkten Vergleich etwas.

Für ein Vergleichsfoto habe ich extra ein Model aus Mailand einfliegen lassen… an der zarten Haut sollte man doch bestimmt die verbesserten Farben der a6400 sehen. Das erste Foto ist mit der a6300 gemacht. Das zweite dann mit der a6400. Ich finde man sieht doch deutlich, dass die Farben der a6300 mehr uns rote gehen und die der a6400 natürlich aussehen. Oder was meint ihr?

Sony a6300
Sony a6400

Als letztes Foto habe ich noch ein Vergleichsfoto mit der Sony NEX C3, die schon einige Jahre alt ist. Da wird der Unterschied der Farbentwicklung nochmal viel deutlicher.

Sony NEX C3

Beispielfotos Sony a6400 und Sigma 30 mm F 1.4

Ich konnte schon das ein oder andere Foto mit der Sony a6400 und dem Sigma 30 mm 1.4 (Amazon Link) machen. Das Objektiv passt übrigens meiner Meinung nach sehr gut zur Kamera. Klein, leicht und eine tolle Abbildungsleistung. Die Fotos sind schon ab Blende 1.4 gut scharf.

Aufgefallen ist mir dabei direkt die relativ starke Vignettierung, die aber leicht per Lightroom entfernt werden kann.

Sigma 30mm 1.4 – Original
Sigma 30mm 1.4 – Vignettierung entfernt

Die Kamera soll sich dank dem schnellen AF auch optimal für Familienfotos, insbesondere für kleine Kinder, eignen. Das musste ich natürlich testen und habe das Geburtstagsshooting unsers kleinen Rackers fotografiert, der mittlerweile schon 1 Jahr alt ist… verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Der Fokus saß dabei eigentlich immer, egal ob schlechtes Licht oder schnelle Bewegungen. TOP!

Fazit

Tolle Kamera, die sich sehr gut fürs Filmen wie auch fürs Fotografieren eignet. Die Farben sehen klasse aus, der AF sitzt sehr gut und trackt die Augen ohne Probleme. Klein, leicht und kompakt. Dadurch sehr gut für Reisen, Städtetrips oder als Backup-Kamera geeignet. Nur das „alte“ Display, die kleinen Akkus und der fehlende Bildstabi (IBIS) sind als kleine Kritikpunkte zu erwähnen.

4 Gedanken zu “Sony Alpha 6400 – Meine neue Backup-Kamera

    1. Vielen Dank. Den werde ich sicher haben. Ist echt eine tolle Kamera, obwohl ich Vollformat bevorzuge. 😉
      Da wird mit Sicherheit das ein oder andere Objektiv adaptiert werden, um ein paar Linsen zu testen. Deine Sammlung an alten Linsen ist aber auch riesig oder? Ich versuche immer mal wieder ein paar zu verkaufen, bevor mein Schrank aus allen Nähten platzt 😅

      Grüße
      Johannes

  1. ich bin schon seit jahren mit der a6000 unterwegs und immernoch ziemlich zufrieden von der dslr aus kommend. vllt sollte ich auch mal ein kleines upgrade in betracht ziehen 🙂 welche analogen objektive nutzt du an der a6400?

    1. Hallo René,
      Die a6000 ist wirklich auch eine tolle Kamera. Vor allem für den Einstieg einfach perfekt. An der a6400 habe ich bis jetzt noch nicht so viele analogen Objektive genutzt, da ich sie erst recht frisch besitze. Aber mit meinem Vorgänger, der a6300, habe ich vor allem Minolta Objektiv verwendet. & da am liebsten die Rokkor Serie. Die sind wirklich grandios. 50mm 1.4 ist ein tolles Objektiv und für nur ca. 50-90€ zu haben. Aber auch lange Teleobjektiv (500mm) haben ab und zu Verwendung gefunden. Ich finde die alten Linse einfach nur spannend, da der Markt so vielfältig ist und die Preise wirklich bezahlbar. Fotografierst du mit der a6000 auch mit analogen Linsen? Wenn ja, was sind da deine Schätze?
      Viele Grüße
      Johannes

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