DIY – Projektor-Objektive an spiegellosen Kameras verwenden

Habt ihr noch ein paar alte Projektor-Objektive, die ihr gerne wiederverwenden möchtet? Oder habt ihr mal welche günstig auf dem Flohmarkt gefunden und wollt sie an eure Kamera packen? Dann passt mal auf. Mit diesem einfach Trick könnt ihr wirklich außergewöhnliche Fotos schießen und zum Beispiel den coolen „dreamy look“ mit dem Diaplan erzeugen.

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Meyer-Optik Görlitz Diaplan 80 mm 2.8

Bei mir hat alles mit dem Diaplan 80 mm 2.8 angefangen. Ich habe das Objektiv auf eBay in einem riesen Konvolut geschossen und wusste zuerst nicht, was ich damit anfangen soll. Also erstmal die „GoogleMaschine“ angeworfen und siehe da, diese Linse wird ganz oft als Kamera-Objektiv umgebaut. Es gibt echt viele Bastler und kreative Leute da draußen, die sich super viel Mühe geben und echt klasse Objektive zauber. Schaut mal im Digicamclub vorbei, da gibt es viele Testfotos und Beschreibungen zum Aufbau (Link zum Forum).

Da ich keine Drehmaschine oder Fräse besitze und nicht ganz so viel „Muse“ habe, wie manch anderer aus dem Forum, hab ich ich den Adapter ganz quick and dirty gebaut. Alle Zutaten die ihr dafür braucht sind:

  • Das Objektiv selbst (in meinem Fall das Diaplan 80 mm 2.8)
  • Eine vom Durchmesser und Länge passende Hülse (z.B. Die Objektivaufnahme vom Projektor oder was ähnliches)
  • Einen Adapter oder Makroring, den ihr Opfern möchtet. Ich habe einen M42 Zwischenring dafür verwendet (eBay Link).
  • Einen M42 Adapter auf euer Kamera-System (Bei mir Sony E-Mount / M42-NEX Adapter – Amazon Link)
  • UHU 2K Schnellfest (Amazon Link)

Diaplan auf M42 adaptieren

Der Zusammenbau gestaltet sich ganz einfach. Falls in der Hülse noch kein radiales Loch mit Gewinde (M3) vorhanden ist, solltet ihr dies zuallererst setzten. In das Loch wird eine Madenschraube so positioniert und eingeschraubt, dass ihr damit in das Steilgewinde vom Objektiv eintaucht, es aber noch nicht klemmt. Jetzt ist es möglich durch das Drehen am Objektiv und Gegenhalten an der Hülse das gewünschte Objekt zu fokussieren. Falls euer Objektiv auch ein 4 mm Steilgewinde hat, könnt ihr sogar eine Madenschraube mit 3.5 mm Durchmesser verwenden. Dann habt ihr eine etwas bessere Führung.

Als nächstes müsst ihr den Zwischenring an die Hülse befestigen. Dabei bleibt es euch überlassen wie ihr es macht. Ich habe es mir einfach gemacht und die Hülse mit dem Uhu 2K Kleber festgeklebt. Es hält bombenfest und ich hatte bis jetzt noch keine Probleme. Natürlich solltet ihr auf eine ausreichende Zentrierung achten.

Zu guter Letzt muss nur noch der M42-Adapter von K&F Concept (Link zum Test) aufgeschraubt werden und die Show kann beginnen.

Testfotos mit dem Diaplan 80 mm 2.8 und der Sony a7III

Als das Objektiv dann an der Kamera war und ich das erste mal fokussierte, dachte ich mir nur : Wow, ist es schwer den Fokus zu treffen. Durch das steile Gewinde und der wackligen Führung mit der Schraube ist es echt eine Herausforderung. Aber mit etwas Geduld und einem Stativ ist es dann definitiv zu schaffen 😉

Ich bin mit den ersten Aufnahmen ganz zufrieden, auch wenn die Schärfe etwas zu wünschen übrig lässt. Aber es wird sicher nicht das letzte Objektiv sein, welches ich in die neue Aufnahme schraube.

Fazit

Tolles Projekt um den alten Projektor-Objektiven neues Leben einzuhauchen. Es geht super schnell und kostet wirklich nur ein paar Euros. Man kann es natürlich noch deutlich besser machen als wie ich es „hingepfuscht“ habe und z.B. eine Zentrierung vorsehen oder die Passung der Hülse zum Objektiv optimieren. Am Ende soll es ähnlich gute Bilder wie das alte Meyer-Görlitz Trioplan 100 mm 2.8 machen (eBay Link), das aber deutlich teurer ist und es jetzt sogar neu direkt für Sony E-Mount gibt (Amazon Link). Habt ihr schon Erfahrungen mit solchen Linsen? Lasst es uns wissen. 🙂

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