Das billigste E-mount Objektiv

1000 Euro sind für ein Vollformat E-Mount objektiv schon fast normal. Was ist dann billig? 500,- €? 100,- €? Es geht noch biller: Dieses Objektiv kostet neu ca. 16,- €.

Ein Charakterobjektiv oder billiger nonsense? Das wollte ich auch wissen. Ich habe es schon lange in einer Schublade liegen, aber die Fotos in der Wohnung benötigen so einen hohen ISO, dass ich es nicht wirklich testen konnte.

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Jetzt scheint die Sonne und die Models dürfen nicht raus. Ein idealer Zeitpunkt das Objektiv zu testen.

Aufbau

Die Komplexität hält sich hier in Grenzen. Eine Objektivdeckel, in dem ein Träger für ein Blech mit einem winzigen Loch geschraubt ist. Fertig.

(ebay-Link)

Das Wirkprinzip entspricht also der Kamera Obscura (Wiki-LINK)

Es gibt auch eine Advance-Version von diesem Objektiv von Thingyfy (THINGYFY) die kostet allerdings das 10-fache.   

Blende und (Auto-) Fokus

Laut Hersteller entspricht die Bohrung einer Blende von F/82 – fest und nicht verstellbar (außer mit einer Bohrmaschine o.ä.). Wegen der extrem geschlossenen Blende braucht man auch keinen Fokus. Es ist einfach alles scharf. Wie scharf sehen wir noch.

Bei einer so extrem geschlossenen Blende solltet ihr auf jeden Fall den Sensor ordentlich reinigen. Mir war das zwar bewusst, ich habe meinen Sensor aber nur mit dem Blasbalg gereinigt, bis ich mit dem bloßen Auge nicht mehr sehen konnte aber … naja die Ergebnisse seht ihr ja gleich.

Indoor

Trotz allem geht es erst mal drinnen los.

Weil kein Model da ist muss ein getrockneter Rosenstrauß herhalten. Um aus der Hand zu fotografieren habe ich eine Belichtungszeit von 1/30 s gewählt.  Der ISO ging durch die Decke und erreichte einen Wert von ca. 128.000. Das Resultat erinnert an eine sehr alte und schlechte Kamera mit einem Billigfilm. Charakter ja aber meiner Meinung nach nicht wirklich hübsch. Aber damit haben wir ja alle gerechnet.

Outdoor

Raus auf den Balkon und vor dir Tür. Der ISO sinkt hier auf eine Range von 4.000 – 10.000. Das ist „ok“. Aber die Bilder sind wirklich nicht scharf.

Es ist auch egal, ob man etwas Nahes fotografiert, wie Rosen oder etwas weit Entferntes, wie in den Landschaftsaufnahmen. Einen Sweetspot konnte ich nirgends finden.

Was noch auffällt sind die Staubflecken. Ein „ziemlich sauberer“ Sensor reicht bei weitem nicht aus. Wenn ihr hinterher nicht mit Photoshop ran wollt muss der Sensor wirklich sauber sein.

Haben die Fotos einen einzigartigen Charm? Auf jeden Fall. Aber sie sind soooo unscharf! Es ist einfach wirklich komisch sie anzuschauen.

Fazit

„What You pay is what You get“ – Das trifft auch hier zu. Dieses “Objektiv” kann kein anderes ersetzen. Aber es ist so billig und braucht so wenig Platz. Für ein paar nebenbei-Fotos mit Spezialeffekt wird es wohl jetzt öfter im Rucksack dabei sein. Eine Kaufempfehlung kann ich aber nicht unbedingt geben.  

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2 Gedanken zu “Das billigste E-mount Objektiv

  1. Interessanter Versuch!
    So schlimm sind die Bilder nun auch wieder nicht.
    Aber hättest du mal lieber einen Klick weiter unter https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lochkamera gestöbert. 😉
    Dann wäre vorher klar, dass das Bild nie richtig scharf wird – erst recht nicht bei einer so kleinen Kamera. Da könnte das Loch sogar noch kleiner sein (D0,2), aber dann wird es ja auch noch dunkler 🤷🏼‍♂️
    Wobei die früher ihre Kästen auch eine ganze Weile offen hielten, bis die Filmplatte genug belichtet war.
    Kann es sein, dass das Loch etwas hingepfuscht ist, oder täuscht das Bild? Eine schlechte Kante bringt auch unnötige Streuung mit.

    1. Ok… ich gebs ja zu: Ich habe nicht erwartet, dass dieses Objektiv eine Auflösung wie ein modernes Objektiv hat aber ein wenig mehr hatte ich schon erwartet. Mit dem Loch hast du definitiv auch recht. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre es einfach mit einem Laserpuls „eingebruzelt“. Das ist natürlich weit weg von der idealen Lochform. Die Anmerkungen sind super, ich werde versuchen ein Foto vom Loch zu machen und hier einzufügen. Vielen Dank für deinen Kommentar!

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