DIY – Fotokoffer selber machen

Bereit fürs nächste Shooting? Alle Objektive, Akkus, Speicherkarten, Reinigungsset und so weiter eingepackt? Sicher?

So ging es mir vor jedem Shooting. Egal ob Hochzeit für Freunde, Fashionshooting oder oder oder… immer plagte mich die Frage, ob wirklich alles dabei ist. Das hier ist meine persönliche Lösung.

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Gründe für den Koffer

Übersicht

Wenn ich wandern gehe, verwende ich natürlich weiterhin meinen Fotorucksack, aber die Übersicht ist wirklich nicht so toll. Im Koffer liegt brav ein Teil neben dem anderen und wenn irgendetwas fehlt, klafft dort eine Lücke und man sieht es sofort.

Schutz

Der Koffer dient aber nicht nur der Übersichtlichkeit, der dient auch als Schutz. Zum einen während des Transports selbst, auch wenn der Weg zum Shooting etwas steinig ist, muss man sich keine Sorgen machen. Außerdem ist der Koffer wasserdicht. Da der Koffer relativ günstig ist würde ich ihn jetzt nicht unter Wasser tauchen aber bei plötzlichen Regenschauern hat der Koffer bisher immer das Wasser draußen und den Inhalt trocken gehalten.

Wenn die Sonne scheint kann man den Koffer auch toll als Arbeitsfläche verwenden. Objektivwechsel, schnelle Reiningungsaktionen sind auf dem Koffer (egal ob offen am Schaumstoff, oder geschlossen am Deckel) deutlich bequemer als auf einem Fotorucksack.

Zu Hause

Mein Equiment bleibt bei mir sogar zu Hause im Koffer. Wenn ihr ein Regal voll Ausrüstung in euerem Studio habt, entfällt dieser Punkt und ihr könnt euch meines Neides sicher sein 😉. Aber wenn nicht, sind die Sachen auch zu Hause gut im Koffer aufgehoben und können platzsparend und sicher gelagert werden. Bitte achtet darauf, dass ihr keine feuchten Sachen einlagert. Der Koffer ist (wie bereits geschrieben) dicht und es kann nichts trocknen.

Ein Beutelchen Silicagel ist im Koffer auch immer eine gute Idee.

Welcher Koffer?

Es gibt verschiedene Größen und Preise von günstig bis unbezahlbar. Ich habe mir alle Sachen, die in den Koffer sollen, auf einer Fläche trappiert und dann gemessen welche Maße der Koffer haben muss. An den engsten Stellen habe im mindestens 2 cm Abstand gelassen. Was im nachhinein ziemlich knapp war. Wenn ich es noch einmal machen müsste, würde ich mindestens 3 cm einhalten.

Nach stundenlangem Tetris spielen in 3D habe ich mich für folgenden Koffer entschieden:

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Zuschneiden

Wenn der Koffer dann endlich ankommt, kann es direkt mit dem zuschneiden los gehen. Im Internet gibt es Seiten, die das für einen übernehmen, aber die Preise haben mich abgeschreckt. Also selbst ist der Photoscrubber.

Anfangs habe ich mir Schablonen aus Papier gemacht, am Ende lief das meiste doch freihand, aber das dürft ihr gerne machen wie ihr wollt. Schwieriger gestaltet sich ohnehin das Schneiden selbst.

Plan A war ein Styroporschneider von Amazon (Link). Sieht schick aus aber… VERGESST DAS TEIL. Der Schneider hat zu wenig Power und kommt nur einige Zentimeter weit, bevor er wieder zu kalt zum Schneiden ist. Das ist aber noch das kleinste Problem. Die Aktion stinkt wie Hölle. Welche Gase entstehen weiß ich nicht, aber selbst draußen ist ohne Schutzmaske mit Aktivkohle der Würgereiz nicht zu unterdrücken – ein heftiger FAIL.

Plan B war das Brotmesser (ersatzweise Cutter-Messer). Das Funktioniert wirklich toll. Ihr solltet nur aufpassen senkrecht zu schneiden, sonst sind die 2 cm Lücken am Ende 4 cm dick oder nicht mehr vorhanden. Beides doof.

Minitipp

Einen zweiten Koffer habe ich mir für meine Blitze gemacht und auch Johannes hat inzwischen so einen Koffer. Das funktioniert zwar toll, aber nach Morphys Law macht man immer erst drei falsche Koffer auf, wenn man etwas sucht. Die Ventilschraube ist ein sehr guter Ort um den Koffer zu beschriften, ohne dass gleich jeder sieht was drin ist.

Was in meinem Koffer ist

In meinem Shooting-Kamera-Koffer sind:

Viel Spaß beim Basteln!

Ein Gedanke zu “DIY – Fotokoffer selber machen

  1. Hallo Dom,
    meine Frau ist begeisterte Hobbyfotografin und kommt mit ihrem Rucksack bisher gut klar. Zum Tragen ist dieser super, aber der Rucksack hat natürlich ganz klar den Nachteil, dass man oft mehrere Sachen herausnehmen muss, um an weiter unten liegende Sachen heranzukommen. Ich gehe auch davon aus, dass der Koffer besser wasserabweisend ist.
    Danke für den Tipp mit dem Koffer. Ich leite diesen Link meiner Frau weiter.
    Gruß Aljoscha

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