Renkforce DKS-100 Grafik-Tastatur im Test

Oft fallen unsere Beiträge positiv aus. Das liegt daran, dass wir fast alle unsere Produkte selber kaufen und daher zuvor ordentlich recherchieren wofür wir unsere mühsam erarbeiteten Euros ausgeben. Auch das Produkt von heute haben wir lange gesucht. Eine Mini-Tastatur die neben ein Grafiktablett passt stand schon lange auf unserer Wunschliste. Natürlich gibt es zum Beispiel die Streamdecks von Elgato, aber die liegen nicht im Budget. Der Renkforce kostet nur ca. 20,- Euro. Außerdem hat er ein Scrollrad, welches beim Zoomen in Photoshop ein echter Vorteil ist… vielleicht…

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Erster Eindruck

Beim Auspacken war ich erstmal überrascht. Obwohl die Tastatur auf den Fotos weiße Tasten hatte lag sie mit schwarzen Tasten in der Verpackung. Es lag jedoch ein Beutelchen mit weißen Tasten bei. Man muss also Tasten herausklipsen und neu bestücken. Etwas nervig aber am Ende war alles hübsch, nichts ging kaputt und es sah genau so aus, wie auf der Beschreibung.

Beim Bestücken fiel aber gleich noch etwas auf. Die Tastatur ist schwer. Weil sie zum Teil aus Aluminium ist, wiegt sie 278 g und fühlt sich wertig an…. Bis man auf die Tasten drückt. Diese fühlen sich etwas wackelig und sehr „klickig“ an. Das wirkt wirklich billig, aber was will man für 20,- Euro erwarten?

Vermutlich um das wieder ein bisschen gutzumachen, liegt ein USB-C Kabel in der Schachtel. Ja, die Tastatur hat einen USB-C-Anschluss. Ob das notwendig ist weiß ich nicht, aber es ist der momentane Standard und ich habe immer mehr USB-C Kabel, daher freut mich das. Apropros Kabel, das Kabel sieht aus als wäre es Nylon-Ummantelt und wirkt wirklich hochwertig.

Inbetriebnahme

Endlich ran das Ding an den PC und los geht’s… denkste… Ich war wohl etwas verwöhnt von der MX-Master Maus (Link), die ihren Treiber gleich selber sucht. Die Tastatur macht erstmal nichts. Also den Treiber im Internet suchen. Auch Nix. Zumindest habe ich den Treiber nicht im Internet gefunden und ich musste tatsächlich die CD aus der Schachtel einlegen und installieren. Wer kein CD-Laufwerk hat ist also angeschmiert. (Außer er liest brav Photoscrubs, denn später kommt noch ein Trick). Das installierte Programm heißt dann schlicht „Designer“.

Wenn das Programm installiert ist geht auch die Tastenbeleuchtung an.

Diese kann in 3 Modi betrieben werden: Dauerhaft, Blinkend und gedrückte Taste leuchtet auf.

Programmieren

Was sofort auffällt ist, dass auf der <Z>Taste ein <Y> liegt. (Stichwort: QWERTY <-> QWERTZ) Das angedachte STRG+Z funktioniert also nicht. Naja dann einfach ein <Z> darauf programmieren. Das funktioniert auch gut. Im Designer einfach auf die Taste drücken und dann mit Z belegen.

Makros

Das Programm kann Tastaturbefehle aufzeichnen und das dann auf eine Taste legen. Im Programm heißt das Makro. Ich mache in Photoshop für Dodge und Burn immer eine neue Eben mit weichem Licht und neutralen Grau usw. Ich dachte das wäre prima für eine Taste geeignet. Das Makro ist aber beschränkt und kann nur einige Zeilen an Befehlen aufnehmen. Dafür hat es nicht gereicht. Das ist wirklich enttäuschend. Da muss ich mir wohl ein PS-Makro machen. Schade.

Scrollrad

Worauf ich mich am meisten gefreut habe ist das Scrollrad. Die Scrollräder der MX-Master zum Bewegen verwenden und das der Tastatur für die Pinselgröße oder zum Zoomen. Das wäre ein Traum. Wäre! Denn ganz schnell hat sich herausgestellt, dass das Scrollrad der Tastatur nicht programmierbar ist. Mit kurzem Drücken auf die Taste in der Mitte des Scrollrads kann man den Modus umschaltet. Klingt gut aber die Modi lassen sich nicht ändern. Sie sind fest vorgegeben und Zoomen ist zum Beispiel <Ctrl>+<+> bzw. <->, was ziemlich doof ist, weil in Photoshop Zoomen <Alt>+<+> bzw. <-> ist. Boah bin ich enttäuscht! Eine Übersicht der Auswahl habe ich hier für euch:

Conrad

Was hat jetzt Conrad damit zu tun?! Renkforce ist eine Eigenmarke von Conrad Electronic. Also einfach mal den Support angeschrieben und nachgefragt ob man da nicht etwas umprogrammieren kann. Die Antwort lautete leider:

„vielen Dank für Ihre Anfrage.

Gerne hätten wir Ihnen umgehend weitergeholfen, doch leider ist eine entsprechende Software
zu dieser Tastatur nicht Verfügbar.

Schade, dass wir Ihnen in diesem speziellen Fall nicht weiterhelfen können.“

Doof, Doof, Doof! Aber ein echter Photoscrubber gibt nicht so schnell auf.

Delux

Wer ist Delux? Ich weiß es auch nicht, aber sie haben eine Tastatur, die T11 heißt und sehr, sehr ähnlich wie die DKS-100 aussieht. Die gute Nachricht zuerst: Es gibt den Treiber online. HIER könnt ihr ihn herunterladen. Das ist auch mein Tipp für die Leute, die die Tastatur verwenden wollen aber kein CD-Laufwerk haben. Die schlechte Nachricht: Das Programm ist bis auf das Logo fast genau gleich wie das von der CD. Auch mit diesem Programm lässt sich das Scrollrad nicht umprogrammieren.

Natürlich habe ich auch Delux geschrieben ob man da nicht etwas machen kann, aber bis heute habe ich keine Antwort erhalten.

Fazit

Der Renkforce DKS-100 ist ein Musterbeispiel von „Gut gedacht – schlecht gemacht“. Leider wird es wohl eines der ganz wenigen Produkte sein, die ich zurückschicke, weil ich unzufrieden bin. Wären die Tasten etwas wertiger und das Scrollrad frei programmierbar würde ich es auf jeden Fall behalten aber ohne diese Funktion ist die „Minitastatur“ für mich nutzlos. Natürlich kann man seine Tastaturen auf englisch umstellen und in Photoshop die Hotkeys ändern. Aber wer will das schon? Ich nicht. Täusche ich mich? Gefällt euch die Tastatur oder habt ihr sie umprogrammieren können? Kommentiert es doch hier einfach!

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