Godox X1T-S vs. X2T-S

Ja, der XT-S war ein treuer Gefährte, der fast immer mit auf Tour war. Funktioniert hat er immer, aber man musste schon genau wissen wie.

Jetzt gibt es endlich einen Nachfolger. Der X2T ist raus und hat dem Vorgänger die Kinderkrankheiten ausgetrieben. Auf den ersten Blick ist er fast gleich, aber es hat sich so viel geändert. Kurz zusammengefasst ist die Bedienung für links ausgelegt, die Kanäle haben eigene Tasten, Bluetooth und AF-Hilfslicht wird unterstützt und eine Schnellklemme ist verbaut, Batteriestand… und so weiter. Aber jetzt mal alles nacheinander.

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Schnell auf die Kamera

Fast alle mir bekannten Blitzprodukte müssen, nachdem sie in den Blitzschuh geschoben wurden, mit einem kleinen Rädchen festgeschraubt werden. Funktioniert, dauert aber und man ist sich nie sicher, ob es schon fest ist oder aber schon zu fest. Der XT2 hat den neuen „Quick Lock“ von Godox. Er wird einfach in den Blitzschuh geschoben und ein Klemmring verdreht. Zum Lösen muss ein kleiner grauer Knopf gedrückt und der Ring zurückgedreht werden. Funktioniert und fühlt sich sooo nice an. Ich will das auch für meine Blitze!

Mit Quick Lock gehts super schnell

Geteste Blitze

Den Sender haben wir mit folgenden Blitzen getestet und er funktioniert einwandfrei:

Godox AD200 (Link zum Beitrag)

Godox TT685 (Link zum Beitrag)

Neewer NW880 (Link zum Beitrag)

Der Preis

Preislich liegt der neue Sender auf Amazon bei ca. 62 ,- Euro (LINK).

Der letzte Buchstabe gibte wieder an, für welche Kamera der Sender geeignet ist:

  • Godox X2T-S für Sony (Link)
  • Godox X2T-C für Canon (Link)
  • Godox X2T-N für Nikon (Link)
  • Godox X2T-F für Fuji (Link)
  • Godox X2T-O für Olympus Panasonic (Link)
  • Godox X2T-P für Pentax (Link)

Blitzen mit links

Die Bedienung des X2Ts ist links ausgelegt und das macht sowas von Sinn! Man behält mit rechts die Kamera in der Hand und muss nicht umgreifen um etwas zu verstellen.

Bedienung mit link – einfach aber schlau

Kanaltasten

Offensichtlich ist, dass jeder Kanal (A-E) jetzt eine eigene Taste hat. Einmal kurz auf diese Taste gedrückt und man springt direkt in den entsprechenden Kanal und kann mit dem neuen Drehrad die Power einstellen – easy und schnell.

Neues Drehrad

Das neue Drehrad ist horizontal ausgerichtet und lässt sich VIEL besser bedienen als das alte. Man kommt einfach deutlich besser an das Rad als beim Vorgänger. Es ist zwar ein kleines bisschen wacklig aber auch kräftiges Ziehen konnte ihm nichts anhaben. Es scheint zu halten. Das Feed-Back ist noch immer nicht perfekt aber schon deutlich besser.

Neues Drehrad

Die Tasten

Neben den neuen Kanaltasten fällt erst mal auf, dass die ON-OFF-Schalter für das Gerät selber und das AF-Hilfslicht größer geworden sind. Man kann diese Tasten nun besser fühlen und blind umstellen. Die anderen Tasten sehen fast gleich aus …. Bis das Licht ausgeht. Denn die neuen Tasten sind etwas stärker beleuchtet. Wahnsinn! Ich habe das schon immer an der Kamera vermisst und Godox baut es jetzt einfach so in den neuen Sender ein. Natürlich ist das nix großes aber ich feier sie dafür.

Beleuchtete Tasten

Das AF-Hilfslicht

Oh weh – Oh weh. Das AF-Hilfslicht und die Spiegellosen Kameras. Das ist immer wieder ein Drama. Angeblich haben einige das AF-Hilfslicht auf der A7III auch zum Laufen bekommen, aber ich bin wohl einfach zu blöd dafür. Egal! Denn bei X2T geht das jetzt ganz einfach. Klar, die Kamera muss auf AF-S und das AF-Hilfslicht auf Auto gestellt sein und schon läufts.

A7III – Kamerasicht, AF-Hilfslicht mit dem 24-70 GM @ 24mm
A7III – Kamerasicht, AF-Hilfslicht mit dem 24-70 GM @ 70mm

Wenn man im Menü die >AF OPT< auf >MILC< stellt hat man ein kleines Rastergitter als AF-Hilfe. Stellt man auf >DSLR< funktioniert bei mir (Sony A7III) das normale AF-Hilfslicht der Kamera, was auch nicht schlecht ist.

Der Akkustand

Endlich wird auch der Batteriezustand des Senders angezeigt. Zwar nur mit 3 Strichen (ja ich weiß das Nokia 3210 hatte damals immerhin schon 4 Balken – vielleicht kommt das ja mit dem X3T).

Das Display

Das Display ist etwas größer geworden und man erkennt jetzt Pixel statt Segment aber ein Augenschmaus ist es nicht gerade. Das Display lässt sich gut ablesen und funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger.

Display – Heller und mit mehr Infos

Mit Strobe-Modus

Mit klicken auf die Mode-Taste kann man zwischen dem normalen Modus und dem Strobe-Modus wechseln. Und die Stroboskobfunktion geht endlich auch sauber über diesen Sender.

Batteriefach

Der X2T wird wieder von zwei AA-Batterien angetrieben. Der Deckel des X1Ts war etwas klapprig und der X2T ist da nur minimal besser geworden. Er sitzt etwas strammer – verlieren kann man ihn aber immernoch.

Batterifachdeckel – Wie bei einer 1990er Fernsehfernbedienung

Bluetooth

Der X2T ist bluetoothfähig und lässt sich mit der Godox eignen App bedienen. Optisch ist die App nicht der Hammer, eher pragmatisch.  Die Bedienung ist intuitiv und funktioniert gut. Man kann ganze Set-Ups speichern und alles mögliche umstellen.

Größenvergleich

Auf den ersten Blick sieht der Sender größer aus, ist er aber nicht. Mit dem neuen AF-Hilfslicht baut er sogar etwas kürzer bei vergleichbarer Breite.

Fast gleiche Größe nur das AF-Hilfslicht steht weniger heraus

Nur der Bitzschuhanschluss ist etwas höher. Dadurch liegt der Sender etwas höher, was das Handling aber angenehmer macht.

Nur der Anschluss ist höher

Fazit

Würde ich den XT gegen den X2T tauschen – ja, klar. Hab‘ ich ja gemacht und bin super zufrieden damit. Der XT bleibt als BackUp in der Tasche kommt aber hoffentlich nie zum Einsatz.

Was bleibt noch? Ein letzter kleiner Wunsch: Wie wäre es mit einem X2Pro? Ähnlich wie der Flashpoint R2 aber mit Quick Lock und vllt einem OLED-Display? Bitte?! Danke!

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