Zoner Photo Studio X im Test

Die meisten Fotografen kennen und nutzen Lightroom oder Capture One zum Bearbeiten ihrer Fotos. Doch es gibt noch so viel mehr coole Tools, die teilweise deutlich günstiger oder sogar kostenlos sind. Heute wollen wir euch Zoner Photo Studio X vorstellen, das alle Bild-Bearbeitungstools in einem Programm vereint. Cool oder?

Anzeige: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Zoner Photo Studio X entstanden. Wir haben eine Jahreslizenz kostenlos zur unseren Verfügung erhalten, wodurch wir das Programm ausgiebig testen und euch berichten können. Wir erhalten für diesen Beitrag aber keine Vergütung. Die Meinung von Photoscrubs bleibt immer unabhängig – wenn uns etwas nicht gefällt, dann sagen wir es auch ganz unverblümt. 

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links, wodurch ich eine Provision erhalte, wenn Ihr Produkte über diese Links kauft. Die Produkte werden für euch dadurch aber nicht teurer. 

Zahlen, Daten, Fakten

Das Unternehmen Zoner gibt es seit 1993 und zählt heute über 10 mio. Anwender [1]. WOW! Ist mir fast schon etwas peinlich, dass ich davor noch nie etwas von der Software gehört habe. Aber lieber spät als nie!

Das neuste Produkt ist das Zoner Photo Studio X (kurz: ZPS X) und bietet unglaublich viele Funktionen an. Hier ein kleiner Überblick über die Funktionen, die für mich interessant erscheinen und ich in den nächten Monaten testen möchte:

Einfacher Vergleich ähnlicher Fotos
Betrachtung nach Aufnahmestandort
Fotos gruppieren & Stapelverarbeitung 
Fotoimport im Hintergrund
Arbeit mit Ebenen und Masken
Import und Export von Presets
Polarisationsfilter
Nicht-destruktive Retuschetools 
Pinsel- und Radialfilter
Dunst entfernen
Intelligentes Schärfen/Weichzeichnen
Automatische Fotobearbeitungen
Werkzeug für die Erstellung und den Schnitt von Videos
Zoner Photo Cloud
Regelmäßige Updates und Fehlerbehebung

ZPS X Preis

Hört sich schon mal sehr vielversprechend an oder? Aber was kostet der Spaß eigentlich? ZPS X ist, wie mittlerweile viele andere Foto-Programme auch, als Abo Modell verfügbar und kostet 39€ im Jahr oder 3,99€ im Monat (Link). Im Vergleich zum Konkurrenten Adobe (Lightroom & Photoshop = 11,49€ im Monat) ist es deutlich günstiger! Das ist schon ein starkes Argument.

Erster Eindruck

Beim ersten Öffnen der Software wusste ich sofort – hier werde ich mich wohl fühlen. Die Umgebung ist intuitiv und kam mir als Lightroom Nutzer sofort vertraut vor. Also gleich mal die Fotos aus dem Porto Urlaub importieren und die Funktionen ausprobieren.

Der Hauptbildschirm teilt sich in 5 Teilbereiche auf. Auf der linken Seite hat man den Navigations- bzw. Explorerbereich. Oben befindet sich eine kleine Leiste, über die schnell Zooms oder 1:1 Ansichten möglich sind. Der Untere Bereich beinhaltet die Vorschaubilder, die wir auch aus Lightroom kennen. Der rechte Bereicht bietet Platz für alle Verwaltungs-, Entwicklungs- und Editortools. In der Mitte ist dann letztendlich unser Hauptwerk zu sehen, das wir aktuell ausgewählt haben. Alle Bereiche und Einstellungen sind auf den ersten Blick zu erkennen und lassen sich intuitiv bedienen (zumindest als Lightroom-User). Ich hatte vorher überhaupt keine Vorkenntnisse und kam sofort mit der Bedienung zurecht.

Im Bereich Manager findet ihr alle Funktionen, die ihr zum Klassifizieren, Beschreiben und Tracken eurer Fotos benötigt. Ich habe es mir zwar immer fest vorgenommen alle Bilder mit den passenden Keywords zu beschreiben, setze es aber in der Tat fast nie um *Schande über mein Haupt*. Aus diesem Grund überspringe ich den Reiter einfach mal 😉

Entwicklungsmodul – Der RAW-Konverter

Das Entwicklungsmodul beinhaltet alle Reiter, die man Beispielsweise auch aus Lightroom oder anderen RAW Konverter kennt.

Weißabgleich, Belichtung, Farben, Gradationskurve, Schärfen, Glätten und Effekte sind kein Problem.

Auch kleine Korrekturen, Freistellungen oder Filter (Radial & Verlaufsfilter) lassen sich im Entwicklungsmodul sehr einfach umsetzen, ohne irgendwelche Ebenen zu verwenden. Es geht alles sehr einfach und schnell. Das Begrüße ich sehr!

Die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten sind in der Regel selbsterklärend bzw. lassen sich durch die Schieberegler ganz einfach ausprobieren. Wenn man sich nicht sicher ist, welchen Einfluss der Parameter hat, kann man es ganz einfach probieren. Und keine angst, die Originalen Bilder werden dabei nicht überschrieben.

Editor – Bearbeitung der Ebenen

Wer Photoshop kennt und auf einzelne Ebenen nicht verzichten kann, wird den Editor Bereich lieben!

Ebenen duplizieren, umbenennen und direkt mit den Spielereien loslegen. Durch das ein- und wieder ausblenden der einzelnen Ebenen sieht man auch super, was man wie gerade geändert hat und kann gegebenenfalls noch mit der Transparenz spielen. Die Auswahl der Einstellungen und Optionen ist wirklich gigantisch und lässt sicher keine Wünsche offen. Stempeln und Reparieren, wie wir es auch aus Photoshop kennen, ist selbstverständlich auch mit an Board! PERFEKT!

Vergleich zwischen Lightroom CC und Zoner Photo Studio X

Ein deutlicher Unterschied ist im Preis zu erkennen. ZPS X kostet 39€ (Link) im Jahr und die Adobe Lightroom / Photoshop Variante 142,68 (offiziell Adobe) bzw. 132,99 (Amazon). Aber Geld ist ja bekanntlich nicht alles was zählt und so wollen wir uns einfach mal ein paar Gemeinsamkeiten und Unterschiede anschauen.

Fangen wir einfach mal mit den Gemeinsamkeiten an. Die beiden Tools (zumindest Lightroom und ZPS X) sehen sich wirklich sehr ähnlich, wodurch die Einarbeitung in die neue Software super easy ist. Für einen Vergleich habe ich das gleiche Bild mit beiden Tools gleich bearbeitet und exportiert und der Unterschied ist dann doch etwas anders – erstaunlich.

Was mir auch aufgefallen ist, sind die geringeren Einstellmöglichkeiten von ZPS X beim Exporten. Zum Beispiel hat mir die Einstellung der maximalen Bildgröße und gleichzeitigen Beschränkung der Auflösung gefehlt. Vielleicht bin ich aber auch Blind und habe es einfach nicht gefunden (schreibt es mir dann bitte in die Kommentare 🙂 )

Was natürlich ein riesen Unterschied ist, ist die Tatsache, dass man bei ZPS X nur eine Software statt zwei benötigt. Das macht den Workflow in meinen Augen etwas angenehmer, auch wenn es Adobe mit dem automatischen Öffnen und übernehmen auch ganz gut gelöst hat.

Fazit

Mein erster Eindruck ist wirklich positiv! Ich hätte nicht gedacht, dass man für so einen genialen Preis ein All-in-one Produkt bekommen kann. Ich werde sicher noch sehr viel Zeit mit dieser Software verbringen und mich vielleicht somit von Adobe verabschieden. Wer weiß, wer weiß?! Ich werde euch aber auf dem Laufenden halten! Und zum Schluss möchte ich euch meinen ersten Eindruck, den ich beim Ausprobieren der Software erhalten habe in einem kleinen Video wiedergeben. Bei Software ist es ja bekanntlich einfacher es in einem Video zu erklären als in reiner Textform – viel Spaß!



Quellen

[1]: Zoner Homepage https://www.zoner.com/de/ueber-uns

5 Gedanken zu “Zoner Photo Studio X im Test

    1. Hey Patrick,
      Gute Frage. Das habe ich selbst noch nicht gecheckt und werde ich definitiv noch nachholen. Aber bei meinem ersten Test habe ich es subjektiv genauso “langsame” und rechenintensiv empfunden wie Lightroom. Kann mich aber auch täuschen, da mein Notebook mittlerweile auch nicht mehr das Neuste und ganz schön zugemüllt ist. 😅

  1. Also bisher komme ich mit RawTherapee und Gimp super aus, und die kosten gar nichts (wobei ich auch schon seit Jahren nur noch Linux als BS benutze)

    1. Hi Klaus,
      Das ist super, dass du damit zurecht kommst und Dir die Funktionen ausreichen. Ich habe auch mal Gimp ausprobiert und komme damit irgendwie überhaupt nicht klar. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich relativ schnell auf Photoshop umgestiegen bin und mich damit nicht so richtig befasst habe. 😊 aber eine kostenlose Variante ist immer zu bevorzugen, wenn sie einem ausreicht. 👍

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