Mcoplus – Der Batteriegriff für die A7III, A7RIII, A9 – Kein Meike-Rebrand

Das wichtigste zu Erst: Dieser Griff wurde mir von Mcoplus zugesendet, damit ich ihn testen und meine Eindrücke mit euch teilen kann. Trotzdem gebe ich hier (wie immer) meine ehrliche Meinung wieder. Dieser Beitrag enthält Amazon & Ebay Affiliate Links, wodurch ich eine Provision erhalte, wenn Ihr Produkte über diesen Link kauft. – Alle Einnahmen fließen wieder in den Blog –

Wie es dazu kam

Beim letzten Shooting habe ich es doch tatsächlich geschafft mich wund zu fotografieren. Die A7III ist einfach zu niedrig für meine Hände – Mindestens der kleine Finger verkrampft unter dem Gehäuse, oft sogar der Ringfinger zusätzlich. Mit dickem Objektiv und Blitz verkippt dann die Kamera und ich bekam Probleme am Daumenballen.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem Batteriegriff gemacht. Generell gibt es davon 3 Stück (27.07.2018):

  • Das Original (Amazon-Link) liegt bei etwa 330,- Euro, bietet vermutlich eine spitzen Qualität, ist mir aber deutlich zu teuer.
  • Der Meike (Amazon-Link) liegt gegenwärt bei ca. 100,- Euro und wird von Neewer, Andoer und den ganzen Marken ge-Re-Brandet und unter deren Name verkauft. Hat dafür Remote verbaut.
  • Der Mcoplus (Amazon-Link) liegt gegenwärt bei ca. 60,- Euro und ist laut aller Foren die ich gefunden habe auch ein Re-Brand des Meike (ist er aber wohl nicht).

Schon auf den Bildern erkennt man, dass der Mcoplus einen schwarzen Auslöser hat (wie die A7III eben) und kein Funkmodul besitzt.

Deshalb haben wir zu Mcoplus Kontak aufgenommen und haben da mal nachgefragt.

Schon nach 30 Minuten hatten wir eine Antwort. Die Essenz daraus:

Der Mcoplus ist kein Re-Brand von Meike, es gibt tatsächlich kein Funkmodul und wir sollen es selber testen – sie schicken uns ein Modell zu.

Das gibt schon einmal dicke Pluspunkte! Schnelle Antworten, wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht gibt es selten – wenn man überhaupt eine Antwort bekommt. Da fühlt man sich gleich besser aufgehoben, falls doch mal was sein sollte.

Zu meiner großen Überraschung kam der Griff nicht direkt vom Hersteller, sondern über Amazon binnen einiger Tage. Der Griff ist also keine Vorführvariante, an der hier und da händisch noch etwas optimiert wurde, sondern genau das Ding wie man es hier eben erhält.

Verpackung

Der Griff kommt in einer Mcoplus-Verpackung in der er mit Luftpolsterfolie und nochmal in ein transparentes Tütchen eingeschweißt ist. Passt! In der Verpackung ist noch eine Anleitung auf chinesisch und englisch. Naja – aber so schwer ist es ja nicht.

Der abgenommene Batteriefachdeckel findet, genau wie beim Original einen Platz im oberen Schacht. Dort ist er gut aufgehoben und kann nicht verloren gehen.

Mit dem mittleren Rad wird der Griff an der Kamera fixiert. Die Batterien kommen wie beim Original in einen Einschub, der sich im unteren Schacht befindet. Die Batterien rasten satt ein, gehen aber auch gut hinein und heraus – echt gut.

Erster Test

Also Deckel ab, Deckel rein, rangeschraubt, Batteriefach raus, Batterien rein, Batteriefachrein und los!

Tastencheck: Alle Tasten funktionieren einwandfrei. Beim Meike habe ich öfter gelesen, dass die Tasten sehr „Klickig“ sind. Das Habe ich hier nicht so empfunden. Die Tasten fühlen sich definitiv anderes an als die Sonytasten aber keineswegs schlecht.

Die Schrift der meisten Tasten ist weiß – nur <c1> und <c2> wurden vergessen.

Ein Unterschied zu Meike

Beim Meike ist der Auslöser silbern und obwohl ich kein Designe-fetischer Hippster bin gefällt mir das einfach nicht. Der Mcoplus hingegen hat einen schwarzen Auslöser mit diesen angedeuteten Ringen wie die A7III – viel besser!

Zweiter Unterschied zu Meike

Der Meike verfügt über einen ON/OFF Knopf, der Kamera und Funkmodul abschaltet. Das ist notwendig, da es sonst passieren kann, dass diese Modul ganz langsam aber sicher den Akku leer saugt. Doof ist, wenn ihr beide Schalter auf „OFF“ habt, plötzlich passiert etwas fotografierenswertes und ihr nur einen auf „ON“ macht. Denn dann passiert nix – Der Moment vergeht, das Bild fehlt. Irgendwie suboptimal!

Beim Mcoplus Batteriegriff gefällt mir das besser. Genau wie beim Original gibt es nur eine Lock/Unlock – Taste. Diese sperrt alle Tasten des Batteriegriffs, die Kamera funktioniert aber weiter. Nochmal gut!

Der Dritte Unterschied zu Meike und Co.

Eines fehlt dem Batteriegriff. Das dicke Logo! Sowohl Sony als auch Meike und Neewer drucken ihr Logo auf den Griff. Ob einem das gefällt ist Geschmackssache. Ich finde den Look von Mcoplus ohne Logo schöner.

Das Kunstleder

Das Gute zuerst: Der Griff passt. Aber! Zwischen Kamera und Griff bleibt ein kleiner Spalt, den man im Gegenlicht sehen kann, ich weiß aber nicht, ob das nicht bei allen so ist.

Wenn man ganz genau hin sieht erkennt man auch, dass die Maserung des „Leders“ tiefer ist als bei der Sony. Aus normalem Abstand ist dies aber nicht zu erkennen.

Optisch ist der Griff total gelungen und meiner Meinung nach dem Meike deutlich voraus.

Das Material

Der Batteriegriff ist hauptsächlich aus Kunststoff. Das macht ihn im Vergleich zum Original (Magnesiumlegierung, 272g ohne Akkus – Sonyhomepage) etwas leichter (230g – gewogen). Der Kunststoff ist aber leicht gesprenkelt und passt ideal zur Kamera.

Funktion

Dazu brauche ich nicht viel schreiben, denn der Griff funktioniert einfach. Beide Akkus werden erkannt. Der leere Akku wird verwendet und dessen stand in % angezeigt (Wie von Sony programmiert).

Memo an mich selbst A7II einfach genial

Die 7III ist einfach genial. Ich habe euch hier einen Schnappschuss gemacht (weil beide Kameras ja auf dem Bild) wie die A7III aussehen kann.

Rechts seht ihr Johannes A7III (von Leistenschneider) mit dem 28mm f2.0 (vonXX) und Links meine A7III  (auch von Leistenschneider) dem Sigma 85mm f1.4 ART (von Leistenschneider) und den Batteriegriff von Mcoplus.

Hier kann frei entscheiden ob man eine ganz kleine, kompakte Kamera (aber mit Vollformat und entsprechendem ISO-Verhalten) oder große Kamera mit ordentlicher Offenblende, genialer Schärfe und bequemen Batteriegriff haben möchte. Ob Bergtour zu Fuß oder Portrait-Shooting-Marathon über 12 Stunden – hier kann man sich für alles Rüsten.

Fazit:

Dieser Batteriegriff ist kein Meike Re-Brand. Er verfügt über kein Funkmodul (genau wie das Original), sieht dank schwarzem Auslöser besser aus als der Meike und nutzt die ON-OFF-Taste geschickter. Das Ledermuster ist gleich aber beim ganz ganz genauen Hinsehen etwas tiefer geprägt als bei der A7III. Der Kunststoff ist im gleichem Muster wie die Kamera gesprenkelt. Die Tasten fühlen sich sehr gut aber etwas anders als bei der Kamera an. Sie wirken für mich aber nicht „klickig“ oder billig. Das Fach für den Batteriedeckel ist vorhanden und funktioniert gut. Für den Preis kann man sich wirklich nicht beschweren. Das Wichtigste zuletzt: Der Griff funktioniert einwandfrei!

Edit (28.09.2018): Inzwischen war der Griff schon so richtig lange im Einsatz. Bei der Hochzeit meines Kumpels habe ich ca. 12 Stunden mit dem Griff durchfotografiert. Aufgefallen ist mir dabei, dass der Joystick manchmal (selten) nicht ganz präzise reagiert hat. Hochformat fotografieren macht aber deutlich mehr Spaß mit Griff und vorallem ist das Handling VIEL VIEL besser. Keine Handschmerzen mehr nach 12 Stunden. Auch der nahtlose Übergang von einem zum anderen Akku war super. So kann man den Akku auch richtig leerknipsen ohne Angst haben zu müssen im falschen Moment mit „nachladen“ beschäftigt zu sein.

 

Edit (12.10.2018): Das Firmware-Update 2.0 ist auf der Kamera und der Griff funktioniert weiter einwandfrei.

 

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