Hoocap how? Objektivdeckel und Gegenlichtblende in einem – meine Erfahrung

Woohooo!“ genau das war die Reaktion von fast jedem, dem ich dieses hübsche Teil gezeigt habe. Vielleicht kommt der Name ja auch da her?

Die Hoocap löste eines meiner lästigsten Probleme. Ständig suchte ich meine Objektivdeckel. Das Problem ist, dass mir meine Objektive sehr lieb sind und ich sie deshalb so oft wie möglich schone – Also immer wenn ich gerade kein Foto mache kommt brav ein Objektivdeckel drauf.

Aber mit Objektivdeckel drauf werden die Bilder immer zu dunkel, er muss also wieder runter. Meistens reichen mir jedoch zum Fotografieren schon meine beiden Hände nicht. Nun…wohin mit dem Ding? Mit so einem Baumelband festgemacht nervt er, in der Hosentasche sind zu viele Fussel und Festschnappdinger für den Gurt sind zu umständlich. Meistens wird der Deckel also einfach irgendwo abgelegt. Das ist doof, wenn man danach in einer Wohnung das „irgendwo“ wieder sucht – und sehr doof wenn man das auf einer 15 km Wanderstrecke tun muss.

_DSC7574

Abhilfe schafft hier die Hoocap. Auf eBay gibt es das Teil schon ab 21,- Amazon verlangt schon mehr. Hier lässt sich die Gegenlichtblende zuklappen und dient dann als Objektivschutz. Für einige Objektive gibt es schon Maßgeschneiderte Hoocaps mit entsprechendem Öffnungswinkel und Klickverschluss. Für Sony A-Mount Objektive gibt es leider noch recht wenige. Ich habe mir gleich einen für das 16-50mm 2.8F  (Sal-1650) geschnappt. Auf meine Anfrage, ob das 50mm F1.8 Götterobjektiv auch in Planung ist, habe ich leider noch keine Antwort erhalten – aber ich halte euch auf dem Laufenden.

20170403_204234

Alternativ gibt es natürlich auch Hoocaps zum einschrauben in das Filtergewinde. Aus meiner Sicht haben diese jedoch 2 Nachteile.

  1. Der Öffnungswinkel ist nicht optimal für das Objektive. Die Gegenlichtblende kann somit stören oder wirkungslos sein.
  2. Das Filtergewinde ist belegt und das einsetzen von Aufschraubfiltern ist nicht mehr möglich.

Etwas negatives fällt aber auch sofort auf. Richtig geschmeidig läuft das Schließen nicht. leichtes hakeln hier und da kommt immer mal wieder vor. Trotzdem geht es schneller als mit dem normalen Objektivverschluss. Haptikfetischisten könnten aber davon genervt sein.

Noch etwas ist mit besonders aufgefallen. Auf der Seite von Hoocap wird mit „CNC machined aerospace grade aluminum„, zumindest bei der TX-Serie, geworben. Im Video sieht es so aus als wäre das immer so. Mein erster Gedanke war: „Kunststoff ist doch nochmal viel leichter und Belastungen sollte es ja kaum sehen“ – Und tatsächlich, als es ankam war es komplett aus Kunststoff. Auf jeden fall Sinnvoll aber dennoch irgendwie enttäuschend.

Bei dem Sal1650 nehme ich die Hoocap garnicht mehr ab. Trotz etwas mehr Platzbedarf ist sie einfach zu genial. Ich warte darauf alle meine Objektive damit auszustatten zu können.

P.s.: Auch dieses Teil wurde von mir persönlich gekauft und bezahlt. Meine Meinung ist nicht beeinflusst, gekauft oder bestochen (und manchmal auch nicht gerade professionell).

 

 

 

 

Kommentar verfassen