Neue Kamera – aber was jetzt?

Jetzt hat man eine „teure“ Kamera und stellt sich die Frage: „Was jetzt?“. Was kann man gegenüber einer Handykamera alles anders einstellen um bessere Fotos zu machen? Der erste entscheidende Unterschied ist das Datenformat. Hierbei wird zwischen RAW und JEPG unterschieden.

RAW vs. JEPG.

Handyfotos werden bekanntlich in JEPG gespeichert. Die Sony-Kamera kann in JEPG aber auch in RAW (oder beides gleichzeitig) abspeichern. RAW bietet den Vorteil, dass man sozusagen das Rohbild abspeichert und es anschließend in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten kann. Diese Bilder benötigen dann im Schnitt 20 MB (anstatt ca. 5 MB bei JEPG). Der Unterschied macht sich aber allemal bezahlt.

Kamera-Modus

Ich selbst fotografiere sehr gerne mit Blendenpriorität oder auch A-Modus genannt. Hierbei kann ich für mich an dem wichtigsten Parameter drehen, die Blende. Mit der Blende kann man die Schärfentiefe des Bildes variieren und so z.B. Porträtaufnahmen (Motiv scharf und Hintergrund verschwommen) oder Landschaftsaufnahmen mit einer hohen Schärfentiefe ablichten.

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Für die ersten Erfahrungen eignet sich aber auch der M-Modus, indem man alles (also auch Verschlusszeit) selber einstellen muss. Damit kann man das Zusammenspiel zwischen Blende und Verschlusszeit leicht erlernen. Der Preis dafür ist aber eine Menge verwackelter oder sonst unbrauchbarer Bilder. Aber wie so oft im Leben – Man lernt am besten durch die eigenen Fehler.

Autofokus oder manueller Fokus?

Durch den Kippschalter am Kameragehäuse und am Objektiv könnt ihr zwischen Autofokus und dem manuellen Fokus wechseln. Ist der Autofokus aktiviert, hilft euch dieser bei beim Scharfstellen eures Motivs. Über die Fn-Taste gelangt ihr in den Einstellungsbereich wo ihr unter anderem  Modus oder das AF-Feld einstellen könnt.

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Kleiner, meiner Meinung nach hilfreicher, Auszug aus dem Handbuch [1] zu den verschiedenen AF-Varianten:

Einzelbild-AF

 

Die Kamera fokussiert und der Fokus wird gespeichert, wenn Sie den Auslöser halb nach unten drücken.

 

Automatischer AF

 

 

 

Der [AF-Modus] wird entsprechend der Bewegung des Motivs zwischen [Einzelbild-AF] und [Nachführ-AF] umgeschaltet. Wenn Sie den Auslöser halb niedergedrückt halten, wird der Fokus bei einem unbewegten Motiv gespeichert, während die Kamera den Fokus bei einem sich bewegenden Motiv nachführt.

 

Nachführ-AF

 

 

Die Kamera führt den Fokus nach, wenn der Auslöser halb nach unten gedrückt und gehalten wird.

• Die Audiosignale ertönen nicht, wenn das Motiv fokussiert ist.

• Fokusspeicher kann nicht verwendet werden.

Ich wähle meistens „Automatischer AF Modus“ – sicher ist sicher und erspart mir das Umschalten zwischen den Modi beim Wechseln des Motivs. Nachfolgend noch ein kleiner Auszug aus dem Handbuch der Sony Alpha 58 [1], indem die AF-Felder näher beschrieben werden.

Breit Die Kamera ermittelt, welches der 15 AF-Felder zur Fokussierung verwendet wird.
Feld

 

 

Wählen Sie mithilfe der Steuertaste die linke, rechte oder mittlere Zone aus, für die Sie den Fokus aktivieren möchten. Die Kamera ermittelt, welches der AF-Felder in der ausgewählten Zone zur Fokussierung verwendet wird. Drücken Sie die Taste AF, um den Setup-Bildschirm aufzurufen, und wählen Sie dann die gewünschte Zone aus.
Spot Die Kamera verwendet ausschließlich das AF-Feld in der Mitte.
Lokal

 

Wählen Sie mithilfe der Steuertaste das Feld unter den 15 AF-Feldern aus, für das Sie den Fokus aktivieren möchten. Drücken Sie die Taste AF, um den Setup-Bildschirm aufzurufen, und wählen Sie das gewünschte Feld aus.

Dabei bevorzuge ich je nach Motiv und Blende die Lokal- oder Feld Funktion. Die lokale Fokusvariante, in der man jeden einzelnen der 15 Fokuspunkten auswählen kann, wähle ich für Fotos mit kleiner Blende. Für Schnappschüsse oder Fotos mit größerer Blende, bei denen es nicht ganz so schlimm ist wenn der Fokuspunkt nicht perfekt getroffen wird aufgrund er höherer Schärfentiefe, wähle ich die Feld-Variante.

Ein wirklich „scharfes Motiv“ mit dem manuellen Fokus? Stichwort Kantenhervorhebung

Da der Autofokus nicht immer das macht, was er sollte (obwohl der schon ziemlich gut ist), gibt es natürlich noch das manuelle Fokussieren. Dafür gibt es zwei Einstellungen die mir geholfen haben den Schärfebereich während dem Fotografieren zu finden. Die Kantenhervorhebung sollte man im Kameramenü dafür unbedingt einschalten und eine passende Detaillierung wählen. Bei meiner Sony Alpha 58 ist die stärkste Detaillierung der Kantenhervorhebung ausgewählt. Farblich habe ich mich für die roten Kantenhervorhebungen entschieden. Diese Einstellung ist nur im Modus „manueller Fokus“ sichtbar und schaltet sich beim Autofokus wieder ab.

Fokuslupe

Ein weiteres sinnvolles Feature ist die Fokuslupe. Diese vergrößert den Bereich den ihr fokussieren möchtet und erleichtert euch das Scharfstellen des richtigen Bereiches. Gut festzustellen ist es, wenn man mit der Kantenhervorhebung arbeitet und dann die Fokuslupe einsetzt. Dabei werdet ihr feststellen, dass der Bereich vielleicht nicht 100% scharf ist und ihr den letzten Millimeter noch am Objektivring nachdrehen müsst.

Da einige Tasten frei belegbar sind, habe ich für die Fokuslupe die AEL-Teste geopfert. Diese liegt in guter Nähe zum Daumen und kann während dem Fotografieren, ohne verwackeln, betätigt werden.

Bildstabilisator

Die a58 verfügt über einen optischen Bildstabilisator „SteadyShot“, der im Gehäuse der Kamera mit verbaut ist. Dieser kann einen Vorteil von ca. zwei bis drei Blendenstufen gegenüber herkömmlichen Kameras bringen. Über das Kameramenü kann der Bildstabilisator aktiviert oder bei Stativaufnahmen deaktiviert werden.

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[1] Sony Handbuch / Quelle: http://pdf.crse.com/manuals/4459705611.pdf

 

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